16-Jährige durch Zug verletzt

Freiberg – In der Nacht zum Donnerstag kam es auf der Bahnstrecke Freiberg – Dresden zu einem Personenunfall. Eine junge Frau lief aus bislang ungeklärter Ursache auf den Gleisen.

© Sachsen Fernsehen

Am 13.10.2016 um 23:55 Uhr wurde der Bundespolizeiinspektion Chemnitz mitgeteilt, dass auf der Eisenbahnstrecke Freiberg-Dresden (Nr. 6258) eine weibliche Person läuft. Eine Streife begab sich sofort, unter Inanspruchnahme von Sonder-und Wegerechten,  zum Ereignisort.

Noch während der Fahrt erhielt die Streife die Information, dass die Person vom Zug angefahren wurde. Um 00:47 Uhr traf die Streife der Bundespolizei  am Ereignisort ein. Die verletzte Person war  zu diesem Zeitpunkt bereits geborgen und wurde innerhalb des  Zuges durch einen Notarzt und Rettungskräfte der Notfallleitstelle Freiberg medizinisch versorgt.

Bei der verletzten Person handelt es sich um ein 16-jähriges Mädchen. Das Mädchen hatte Glück im Unglück, da sie bereits von einem Zugführer auf der Gegenstrecke bemerkt wurde und er dies gemeldet hatte, fuhr der Zug, welcher das Mädchen erfasst hatte, auf Grund der vorrangegangenen Meldung, auf Sicht.

Das Mädchen war im Richtungsgleis Dresden mit  Handykopfhörer in den Ohren gelaufen und hatte mit ihrem Handy gespielt, so konnte sie den herannahenden Zug nicht hören.  Als der Zugführer die Person im Gleis bemerkt, gab er ein Warnsignal ab und leitete eine Schnellbremsung ein, kam aber nicht rechtzeitig zum stehen. Die 16 Jährige bewegte sich noch in Richtung des anderen Gleises, wurde aber seitlich vom Triebfahrzeug erfasst. Dabei erlitt sie leichte Verletzungen.

Das Mädchen wurde zur weiteren Behandlung in das Krankenhaus Freiberg gebracht. Die Mutter wurde über den Sachverhalt und den Verbleib ihrer Tochter informiert.

Um 01:53 Uhr konnte die Strecke freigegeben werden. Reisende im Zug kamen nicht zu Schaden.

In diesem Zusammenhang warnt die Bundespolizei eindringlich davor, sich auf den Bahngleisen aufzuhalten. Die Gefahren, die vom Bahnbetrieb ausgehen, werden regelmäßig unterschätzt. Der Aufenthalt im Gleisbereich ist lebensgefährlich, auch wenn kein Zug zu sehen ist. Züge nähern sich je nach Windrichtung fast lautlos. Der Anhalteweg vonZügen bei einer Gefahrenbremsung kann mehre hundert Meter betragen.