7. Todestag: Dresden gedenkt Marwa El-Sherbini

Dresden – Die Stadt Dresden hat heute an den 7. Todestag Marwa el-Sherbinis erinnert. Die gebürtige Ägypterin war am 1. Juli 2009 vom Russlanddeutschen Alexander Wiens im Dresdner Landgericht erstochen worden und gilt als erstes Opfer islamfeindlich motivierter Gewalt.

Mit einem stillen Gedenken wurde am Dresdner Landgericht der 2009 dort erstochenen Marwa el-Sherbini gedacht. Zahlreiche Vertreter aus Politik, Justiz und Gesellschaft legten weiße Rosen an der zu ihren Ehren errichteten Gedenktafel im Foyer des Gerichtsgebäudes ab. Auch Dresdens Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch nahm an der Gedenkfeier teil.

Gemeinsam mit dem Freistaat Sachsen verleiht die Stadt Dresden seit 2012 das Marwa-El-Sherbini Stipendium für Weltoffenheit und Toleranz. Dieses wird aller zwei Jahre an einen besonders engagierten ausländischen Studenten vergeben. Neben der Migration fördert das auch den Wissenschaftsstandort Dresden.

Marwa el-Sherbini war während eines Prozesses vor genau sieben Jahren vom Angeklagten Alexander W. mit 18 Messerstichen getötet worden. Die damals schwangere hatte zuvor Anzeige wegen rassistischer Beleidigungen erstattet. Seit dem Vorfall wurden die Sicherheitsmaßnahmen am Gerichtseingang verschärft.