Anschlag gegen Justizminister – Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

Leipzig – Gut ein Jahr nach dem Anschlag auf die Wohnung des sächsischen Justizministers Sebastian Gemkow wurde nun bekannt, dass gegen zwei mutmaßliche Täter Anklage erhoben worden ist.

In der Nacht zum 24. November 2015 hatten die Täter Granitsteine und Buttersäure in die Fenster der Leipziger Privatwohnung geworfen und damit nur knapp das Schlafzimmer verfehlt, in dem auch Gemkows Frau und seine beiden Kinder schliefen.

Wie die Staatsanwaltschaft Leipzig bestätigte, wurde bereits Ende September Anklage gegen zwei Personen wegen gemeinschaftlicher Sachbeschädigung und versuchter schwerer Körperverletzung erhoben.

Die Tat hatte in der sächsischen Politik für große Empörung gesorgt und war parteiübergreifend verurteilt worden, da man vermutete, dass sie bewusst auf das Privatleben des Politikers abzielte.

Laut Staatsanwaltschaft bestreiten die Angeklagten bislang ihr Mitwirken, auch das Tatmotiv ist bislang nicht geklärt. Nach einem Bericht der Sächsischen Zeitung konnten die beiden mutmaßlichen Täter durch DNA-Spuren ermittelt werden. Die Polizei geht nach dem Bericht jedoch von weiteren Tätern aus.

Die Akten zum Fall liegen nun beim Amtsgericht Leipzig, das über einen Termin zur Gerichtsverhandlung entscheidet.