Anti-Terror-Einsatz in Chemnitz

Chemnitz – Große Aufregung herrschte am Montagabend im Chemnitzer Fritz-Heckert-Gebiet. Grund dafür war ein Anti-Terror-Einsatz der sächsischen Polizei.

Spezialkräfte der Polizei hatten das Haus eines Plattenbau-Wohnblocks in der Paul-Bertz-Straße durchsucht. Anlass dafür waren laut Generalbundesanwaltschaft Anhaltspunkte dafür, dass sich ein Mieter im Besitz von Sprengstoff befinden könnte. Dieser Verdacht hat sich im Zuge der Durchsuchung jedoch nicht bestätigt, Festnahmen sind nicht erfolgt.

Laut Generalbundesanwaltschaft wird der Beschuldigte außerdem verdächtigt, Mitglied der Terrormiliz „Islamischer Staat“ zu sein. Des Weiteren soll er Gelder an den IS übermittelt haben und an Schleusungen beteiligt gewesen sein.

Bereits am Montagnachmittag hatte es einen ähnlichen SEK-Einsatz auf der Augustusburger Straße gegeben. Schwer bewaffnete Beamte durchsuchten ein Gebäude, konnten aber laut Generalbundesanwaltschaft keine Beweise sicherstellen. Zum Schutz der in dem Haus wohnenden Personen wurden zu den Hintergründen keine weiteren Angaben gemacht. Eine Sprecherin der Generalbundesanwaltschaft bestätigte jedoch, dass die Durchsuchung mit dem Terroreinsatz am Abend in Verbindung steht.

Ein Zusammenhang zum Fall Jaber Albakr bestehe laut Generalbundesanwaltschaft jedoch nicht.