Auf diese Weise möchte Anke Wagner kluge Köpfe in Sachsen halten

Dresden – Anke Wagner hat ambitionierte Pläne, um kluge Köpfe aus der Welt zukünftig in Dresden zu halten. „Scientists into Business“ – kurz SciB – heißt das Projekt, mit dem die Kommunalpolitikerin und ihr Team internationale Studienabsolventen für den sächsischen Arbeitsmarkt fit machen möchten.

Über SciB soll der Kontakt zwischen potentiellen Arbeitgebern am Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Dresden und internationalen Fachkräften hergestellt werden.

Die Idee entstand im Rahmen der Magisterarbeit von Anke Wagner. Seit 2009 zunehmend gereift, durchläuft das Projekt aktuell eine Gründungsphase und wird sogar von der bundesweiten Initiative „Herausforderung Unternehmertum“ unterstützt. 15.000 Euro wurden dem 9-köpfigen Team um die junge Dresdner Stadträtin für das Vorhaben Unternehmensgründung zur Verfügung gestellt. Außerdem erhält es in Seminaren und Diskussionsrunden regelmäßige Beratungen. Aktuell entwickeln die Jung-Unternehmer Konzepte, wie eine solche Personalberatung wirtschaftlich tragfähig und nachhaltig umgesetzt werden kann.

Es sind Absolventen, wie der Inder Vijay Parsi, die über SciB Kontakt zu Forschungsinstituten und großen Unternehmen finden sollen. 2007 kam er nach Deutschland. Über einen Aushang wurde er auf das Projekt aufmerksam. Er gehört zu den ersten Wissenschaftlern, die SciB an die Wirtschaft vermitteln möchte.

Dafür erhält der 30-jährige Inder ein intensives Coaching. Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Vermittlung sind gute Deutschkenntnisse, so Anke Wagner. Doch sind es auch oftmals die für uns allzu selbstverständlichen Tipps, die ausländische Fachkräfte benötigen, um für den deutschen Arbeitsmarkt fit gemacht zu werden.

Als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort benötigt Sachsen kreative Köpfe und innovative Ideen, um sich international behaupten zu können. Vor allem wegen der Bevölkerungsentwicklung, ist der Freistaat insbesondere bei hochspezialisierten technischen Unternehmen auf ausländische Fachkräfte angewiesen. Mit Scientists into Business ist durch Anke Wagner und ihr Team in Dresden ein Projekt entstanden, das vielleicht auch in Leipzig oder Chemnitz Schule machen könnte.