Ausflugstipp – Zuse-Computer-Museum mit neuer Ausstellung

Hoyerswerda – Für technikbegeisterte Dresdner lohnt sich in nächster Zeit definitiv mal wieder die Reise nach Hoyerswerda. Hier ist am Wochenende das neue Konrad-Zuse-Computer-Museum eröffnet worden. Konrad Zuse gilt als Erfinder des ersten frei programmierbaren Rechners mit binärer Schalttechnik. Und vor den Toren Dresdens wurde das Museum im Hoyerswerdaer Stadtzentrum für rund 3,5 Millionen Euro umgebaut. Janine Wendt hat sich umgeschaut.

Der Andrang war groß zur Eröffnung der neuen Ausstellung. Zahlreiche Mitstreiter des Computermuseums, die 1995 nicht nur die Idee, sondern auch die erste Umsetzung mit begleitet haben, waren gekommen um zu sehen, wie sich die neue Präsentation so macht. Viele von ihnen haben auch den Umzug in das, mit 1.000 Quadratmetern , mehr als drei Mal so große Domizil unterstützt.

In drei Ebenen ist das Museum unterteilt. Die Hingucker natürlich – die „Riesenrechner“ aus den Anfangsjahrzehnten. Tonnenschwer und wahnsinnig beeindruckend, wie der Z23 von Konrad Zuse. Das zumindest erfolgsreichste Modell des Computervaters – ganze 98 mal gebaut . Auch damals ging die Entwicklung schnell weiter, die Röhrentechnik wurde durch Transistoren abgelöst. Damit war der Rechner deutlich schneller als seine Vorgänger – allerdings der Speicher von 40 Kilobite entlockt einem heute nur ein Lächeln. Übrigens auch bei Professor Hermann Flessner, der eine besondere Verbindung zu ihm hat.

Konrad Zuse – ein begnadeter Erfinder – der seine Motivation selbst, mit den Worten beschreibt – ich war zu faul zum Rechnen. Das macht den Mann sympathisch und menschlich. Genau das ist es, was die Ausstellung mit vielen Interaktiven Element auch aufgreift. Nicht Ehrfurchtsvoll vor dem Werke stehen, sondern anfassen und ausprobieren.

© ZCOM-Stiftung