Baggerlady Regine Töberich scheitert vor Gericht

Dresden – Das Landgericht Dresden hat die Klage von Regine Töberichs Firma DresdenBau gegen die Landeshauptstadt abgeschmettert. Die Kosten muss die Klägerin tragen.

Der Streit zwischen der Architektin Regine Töberich und der Stadt Dresden hat eine lange Vorgeschichte. Töberich wollte am Pieschener Elbufer 250 Wohnungen bauen. Von Stadt und Stadtrat gab es dafür erst Zustimmung, dann Ablehnung. Das ganze eskalierte, als Töberich im Mai 2015 ein Stück Elberadweg wegbaggern ließ, übrigens während der Stadtrat tagte. Im Eifer des Gefechts erwischte sie dabei auch noch das falsche Grundstück, das nicht ihr gehörte. Die Fronten verhärteten sich danach noch weiter, der Streit landete vor Gericht. Die Architektin klagte auf Schadenersatz, weil die Stadt ihre Bauvoranfrage nicht fristgemäß beantwortet hat. Das war für das Gericht letztendlich aber nicht der entscheidende Punkt. Denn die Bauvoranfrage hätte für Töberich noch lange keine Baugenehmigung bedeutet.

Regine Töberich erschien am Dienstag nicht vor Gericht. Die Stadt schickte eine Vertreterin und nahm ansonsten nur in einem knappen Statement das Urteil zur Kenntnis. Töberich kann jetzt Berufung gegen das Urteil einlegen. Darüber hätte dann das Oberlandesgericht zu entscheiden.