Baubürgermeister stellt neues Radverkehrskonzept vor

Dresden – Nach dreijähriger Bearbeitungszeit hat die Stadt Dresden am Freitag das neue Radverkehrskonzept vorgestellt. Durch dieses soll die Landeshauptstadt für Radfahrer attraktiver und sicherer werden.

Nach dreijähriger Bearbeitungszeit hat die Stadt Dresden am Freitag das neue Radverkehrskonzept vorgestellt. Durch dieses soll die Landeshauptstadt für Radfahrer attraktiver und sicherer werden.
Für Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain hat die Förderung des Radverkehrs hohe Priorität: „Einerseits haben wir schon jetzt einen hohen Anteil an Fahrradfahrern am Gesamtverkehr. Andererseits haben wir aber hohe Verkehrsunfallzahlen, vor allem mit Beteiligung von Radfahrern, und so haben wir gesehen, dass wir für den Radverkehr dringend etwas tun mussten.“

Bisher gab es noch kein Radverkehrskonzept, das die gesamte Stadt umfasst. Durch das nun vorgelegte Vorhaben sollen insgesamt rund 450 Baumaßnahmen umgesetzt werden.

Erst am Donnerstag hatte der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club für eine solche Maßnahme demonstriert. Auf dem Blauen Wunder hatten etwa 40 Mitglieder und Sympathisanten einen provisorischen Radfahrstreifen angebracht und getestet. Baubürgermeister Schmidt-Lamontain sieht dabei allerdings große Probleme in der Vereinbarkeit der Interessen aller Verkehrsteilnehmer:
„Am Blauen Wunder haben wir das besondere Problem, dass sich durch die Spurentnahme für den Autoverkehr auch Rückstaus für den ÖPNV bilden. Dort eine Lösung zu finden, die alle Verkehrsteilnehmer gleichermaßen berücksichtigt wird schwierig. Und da ist unsere Kreativität gefordert.“

Das neue Radverkehrskonzept muss zunächst noch den Ortsbeiräten vorgestellt werden. Im März 2017 wird der Stadtrat dann ein endgültiges Urteil fällen. Erst danach können die konkreten Planungen beginnen.