Bilderberger: Schutzwall steht

Dresden – In zwei Tagen beginnt die Bilderberg-Konferenz und Dresden baut den Schutzwall auf: Seit Montag ist der Zaun entstanden, der das Sperrgebiet abgrenzt. An dem Treffen hinter den verschlossenen Türen des Taschenbergpalais werden über 130 Politiker, Wirtschaftsriesen, Wissenschaftler und Medienunternehmer teilnehmen, wie die Organisatoren am Dienstag veröffentlichten.

Innenminister Thomas de Maizière und Finanzminister Wolfgang Schäuble werden unter anderem die deutsche Bundesregierung vertreten. Die Themenliste des Geheimtreffs ist breit: So soll beispielsweise die Situation in China, Europa, dem Mittleren Osten, Russland und den USA diskutiert werden. Auch über Energiepreise, technische Innovationen sowie Internetsicherheit soll gesprochen werden.

Im Zusammenhang mit dem umstrittenen Wirtschaftstreffen sind von Donnerstag bis Sonntag 18 Proteste beim Dresdner Ordnungsamt angemeldet. Es soll Kundgebungen, Mahnwachen und Aufzüge geben. Aus linkem und rechtem Spektrum mobilisieren Parteien, Bürgerinitiativen und andere Bündnisse zu verschiedenen Aktionen.

In Sicht und Hörweite werden die Demonstranten wohl kaum kommen. Ab Mittwoch hat die Stadt Dresden in einer Allgemeinverfügung einen Sicherheitsbereich eingerichtet. Innerhalb dieser Zone besteht ein Versammlungsverbot. Etwa 400 Polizisten sichern das Treffen bis zum 12. Juni ab. Dafür ist ab sofort der Parkplatz in der Schießgasse gesperrt worden.

Anmerkung: Wie die Sächsische Landeshauptstadt Dresden am Dienstag mitteilte, wurde ein für Samstag geplanter Aufzug wieder abgemeldet. Damit reduziert sich die Zahl auf nunmehr 17 Veranstaltungsanzeigen.