Bilderberger tagen unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Dresden – Das Dresdner Hotel Taschenbergpalais ist bis zum Sonntag Mittelpunkt des Weltgeschehens. Hinter verschlossenen Türen beraten rund 150 hochrangige Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien bei der umstrittenen Bilderberg-Konferenz.

Das sorgt natürlich nicht nur in Dresden für Aufsehen. Von den Dachgängen des Zwingers beobachteten zahlreiche Schaulustige, internationale Kamerateams und Fotografen das Treiben vor dem Hotel.

Nicht weit entfernt demonstrieren auf dem Postplatz und Theaterplatz Menschen gegen die Konferenz. Sie werfen den Teilnehmern unter anderem vor, als eine Art elitärer Zirkel zu fungieren und wichtige Entscheidungen über den Köpfen der Parlamente zu treffen.

Die Polizei ist bis Sonntag täglich mit vier Hundertschaften im Einsatz. Trotz der zahlreichen angemeldeten Kundgebungen gegen das Treffen, sieht sie dem Einsatz aber gelassen entgegen, sagt Polizeisprecher Thomas Geithner.

Zu der 64. Auflage der Bilderberg-Konferenz sind neben drei deutschen Ministern auch Airbus-Chef Thomas Enders, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank John Cryan und der niederländische König Willem-Alexander geladen. Auch Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich wird an einem Abendessen teilnehmen.