Böller gegen Islam-Infostand und Vorwurf der Volksverhetzung

Dresden – Die Dresdner  Polizei sucht nach einer Auseinandersetzungen an einem Infostand Zeugen. Der Vorfall ereignete sich am Freitag in Dresden-Löbtau. Bereits gestern gab es an einem Islam-Infostand Ärger mit der Polizei. Dabei waren aber die Standbetreiber ins Visier der Beamten geraten.

Freitag Mittag gegen 12.50 Uhr wurden Einsatzkräfte zu einem Informationsstand über den Islam an der Kesselsdorfer Straße gerufen. Passanten hatten beobachtet, wie drei Deutsche die Betreiber des Standes beleidigten, fotografierten und einen Böller in ihre Richtung geworfen hatten.

Die alarmierten Polizisten konnten zwar den Infostand nicht mehr feststellen, allerdings das beschriebene Trio:  eine Frau (38) und zwei Männer (45/46). Bei Befragungen vor Ort stellte sich heraus, dass es bereits am Vortag zu Streitigkeiten zwischen den drei Personen und den Standbetreibern gekommen sein soll. Dabei soll der 36-Jährige einen der Standbetreiber geschlagen haben. Die Dresdner Polizei hat Ermittlungen wegen Körperverletzung eingeleitet.

Zur Aufhellung der tatsächlichen Ereignisse an den vergangenen Tagen sucht die Polizei weitere Zeugen. Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter der Rufnummer (0351) 483 22 33 entgegen.

Bereits am Mittwoch hatte die Dresdner Polizei einen Einsatz im Zusammenhang mit dem Infostand. Nach einem Hinweis stellten Polizeibeamte an dem Infostand am Albertplatz 34 Bücher sicher, die sich auf dem Index der Bundesprüfanstalt für jugendgefährdende Medien befinden. Die Dresdner Kriminalpolizei hat Ermittlungen wegen Volksverhetzung eingeleitet.