Brand an Bord der Diesbar

Dresden – Der Donnerstag hat für die Mitarbeiter der Sächsischen Dampfschiffahrt mit einem Schreck begonnen. Auf dem historischen Schaufelraddampfer Diesbar war ein Feuer ausgebrochen. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort.

Schönster Sonnenschein und Ausflugswetter am Donnerstagmorgen am Dresdner Terrassenufer. Doch die Idylle trügt. Auf dem Dampfer Diesbar war am frühen Morgen ein Schwelbrand ausgebrochen. Ein Mitarbeiter, der zum Dienst erschien, meldete das Feuer um genau 6:31 Uhr der Feuerwehr. Bereits 5 Minuten später waren die ersten Kameraden der Feuerwache Altstadt vor Ort. Insgesamt mobilisierte die Feuerwehr 45 Einsatzkräfte und 15 Löschfahrzeuge, sagte Ralf Schröder, Sprecher der Feuerwehr Dresden.

Die Diesbar ist der letzte Raddampfer der Dresdner Flotte, der mit Kohle betrieben wird, alle anderen laufen mit Diesel. 1884 in Dienst gestellt ist es das zweitältestes Schiff der Flotte und das einzige, das unter Denkmalschutz steht. Während die Kameraden den Brand selbst schnell im Griff hatten, währte der Einsatz noch viel länger.

Gegen 10 Uhr wurde ein Container herbeigeschafft. Die Kohlen wurden vom Schiff geholt. Eine mühsame und schweißtreibende Angelegenheit, zumal bei den langsam steigenden Temperaturen. Immer wieder gingen Kameraden der Feuerwehr unterstützt von Mitarbeitern der Dampfschiffahrt mit Eimern und holten die Briketts aus dem Schiff. Im Container wurden die Kohlen dann abgelöscht.

Es ist bereits der zweite Brand in diesem Jahr. Erst Anfang April hatte es an Bord der Leipzig gebrannt. Dort war das Feuer in der Küche aufgrund eines technischen Defekts an der elektronischen Registrierkasse ausgebrochen. Der Schaden belief sich auf 250.000 Euro. Welche Schäden an der Diesbar entstanden sind, ist für die Dampffschiffahrt noch nicht abzuschätzen, sagt Robert Rausch, der Marketingleiter der Sächsischen Dampfschiffahrt. Für den Fahrplan der Dampfschiffahrt entstanden am Donnerstag keine Einschränkungen.

Der Vorfall kommt in den wohl letzten schönen Sommertagen trotzdem zur Unzeit. Wie lange das Schiff außer Dienst ist, ist noch nicht abzusehen. Bei der Leipzig dauerten die Reparaturen etwa einen Monat.