Brandanschlag auf dem Sonnenberg

Chemnitz – In Chemnitz hat in der Nacht zum Sonntag wieder ein Auto gebrannt. Im Stadtteil Sonnenberg brannte ein Renault vollständig aus. Die Umstände der Tat legen allerdings einen politisch motivierten Hintergrund nahe.

Lichterloh stand ein Renault gegen 23 Uhr in der Humboldtstraße in Flammen.

Obwohl die Feuerwehr schnell vor Ort war, konnte ein vollständiges Ausbrennen des Fahrzeuges nicht verhindert werden.

Durch Flammen und Hitze wurden außerdem ein VW und ein Nissan, die in unmittelbarer Nähe standen, beschädigt.

Die Polizei sperrte den Tatort weiträumig ab und hat die Ermittlungen aufgenommen.

Der PKW wurde zur weiteren Untersuchung sichergestellt.

Spezialisten der Kriminalpolizei müssen nun die Ursache des Brandes klären.

Die Polizei geht aber davon aus, dass es sich um Brandstiftung handelt.

Vermutlich könnte die Tat sogar einen politisch motivierten Hintergrund haben.

Der Staatsschutz ermittelt in diese Richtung.

Auf dem Sonnenberg waren in den letzten Tagen Flugblätter aufgetaucht, in denen Personen der rechtsextremen Szene mit Namen und Anschrift veröffentlicht wurden.

Eine der dort genannten Personen wohnt laut dem Flugblatt in unmittelbarer Nähe zum Tatort.

Ob es sich bei dieser Person jedoch auch um den Besitzer des Fahrzeuges handelt, ist derzeit noch nicht gewiss.

Im Flugblatt, sowie auf der Internetseite „Indymedia“, die auch von Links-Extremisten genutzt wird, werden die genannten Personen außerdem für Nazi-Schmierereien in dem Wohngebiet verantwortlich gemacht.

Ob es sich bei dem Brand tatsächlich um einen Racheakt linksextremistischer Gegner handelt, müssen allerdings die weiteren Ermittlungen der Polizei zeigen.

Hierfür wird auch Hinweisen aus der Bevölkerung nachgegangen.

Zeugenhinweise zur Tat nimmt die Chemnitzer Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 0371 387-3445 entgegen.