Bundesforschungsministerin besucht Modellprojekte in Sachsen

Chemnitz/Dresden – Im Rahmen ihrer Sommerreise hat Bundesforschungsministerin Johanna Wanka auch in Sachsen einzigartige Forschungsprojekte besucht. In Chemnitz machte sie am Montag beim Wohnprojekt Chemnitz+ der Siedlungsgemeinschaft Station. In Dresden informierte sie sich heute über das Nationale Zentrum für Strahlenforschung an der Uniklinik.

Die politische Sommerpause nutzt Bundesforschungsministerin Wanka für eine Reise zu Projekten in ganz Deutschland. Am Montag besuchte sie den Wohnpark „Am Bernsdorfer Bad“ der Chemnitzer Siedlungsgemeinschaft. Gemeinsam mit dem Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften wurde hier das Projekt „Chemnitz+ Zukunftsregion lebenswert gestalten“ ins Leben gerufen.

Ziel des Vorhabens ist es, alten Menschen den oftmals schwierigen Weg durch den Alltag zu erleichtern und ihnen zu ermöglichen, möglichst lange in den eigenen vier Wänden zu wohnen. Axel Viehweger, Vorstand der Sächsischen Wohnugsgenossenschaften, nennt konkrete Lösungsansätze: „Es sieht so aus, dass man teilweise Wohnungen, auch vom Grundriss her, umbauen muss. Beim Neubau muss man unter anderem darauf achten ebenerdige Duschen einzubauen. Auch andere technische Hilfsmittel wie Strom- und Wasserstop sollten eingebaut werden. Das besondere an dieser Anlage in Chemnitz sind zudem die Nachbarschaftshilfe und der sogenannte Kümmerer, der helfen kann und Fragen beantworten kann, wenn man mal nicht mehr weiter weiß.“

Mit dem Alter steigt auch die Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken. Deshalb reiste die Ministerin am Dienstag in die Landeshauptstadt Dresden. Dort besuchte sie das Nationale Zentrum für Strahlenforschung in der Onkologie, kurz: OncoRay, und zeigte sich beeindruckt von der Forschungseinrichtung. „Das Thema meiner Sommerreise ist ja das Leben im Alter. Und zwar in allen Facetten. Dazu gehören auch die Volkskrankheiten wie z.B. Krebs, die besonders bei älteren Menschen auftreten. Hier in Dresden forscht man an der Heilung dieser Krankheit. Und das beeinflusst natürlich das Leben der Menschen im Alter“, sagte die Ministerin.

Die Erfolgsaussichten einer Krebstherapie haben sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verbessert. Dazu haben auch die Erkenntnisse der Dresdner Forscher beigetragen. Seit 2004 wird das OncoRay-Zentrum deshalb als eines von 14 Zentren für Innovationskompetenz durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Nicht nur deshalb gehört der sächsische Freistaat im deutschlandweiten Vergleich zu den Spitzenreitern im Bereich der Forschung. Laut Johanna Wanka gehört Sachsen zur absoluten Spitzengruppe und gibt nicht nur Geld für Forschung aus, sondern akquiriert auch europäische Mittel und Bundesmittel: „Das was hier seit der friedlichen Revolution im Bereich der Forschung entstanden ist, ist etwas was man vorzeigen kann. Deswegen kann man auch stolz sein, das die sächsische Landesregierung stark darauf geachtet hat.“

Im vergangenen Jahr investierte die Bundesregierung rund 2,5 Milliarden Euro in die Gesundheitsforschung und -wirtschaft. Diese Summe wird laut Wanka künftig weiter steigen.