Bundespolizei: 3 Haftbefehle in 30 Stunden

Dresden – Innerhalb von 30 Stunden konnte die Bundespolizei in Dresden 3 Haftbefehle vollstrecken. 

Den Auftakt bildete am Donnerstagabend, 21.07.2016 gegen 18:30 Uhr, die Feststellung eines 26-jährigen Marokkaners im internationalen Einreisezug aus Prag. Bei der fahndungstechnischen Überprüfung wurde festgestellt, dass der junge Mann per Sitzungshaftbefehl durch die Staatsanwaltschaft Leipzig wegen Diebstahls in vier Fällen und gefährlicher Körperverletzung gesucht wurde. Die Ausschreibung erfolgte, da der 26-Jährige trotz ordnungsgemäßer Ladung unentschuldigt nicht zur Hauptverhandlung am 20.05.2016 erschienen war. Nach erfolgter Haftrichtervorführung und Bestätigung des Haftbefehls am darauffolgenden Tag, wurde der 26-Jährige in die Justizvollzugsanstalt Dresden eingeliefert.

Die zweite Feststellung erfolgte gestern Nacht. Gegen 23:00 Uhr kontrollierten Bundespolizisten einen 30-jährigen Deutschen am Bahnhof Dresden Neustadt. Hier ergab sich aus der Fahndung ein Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Dresden wegen des Erschleichens von Leistungen. Zu vollstrecken waren 20 Tage Ersatzfreiheitsstrafe, alternativ die Zahlung einer Geldstrafe in Höhe von 277,- EUR. Der Verhaftete konnte die Geldstrafe nicht bezahlen und wurde der Justizvollzugsanstalt Dresden zugeführt. Im Rahmen der polizeilichen Bearbeitung wurden bei der Person, versteckt in einem Briefumschlag, noch 10 Gramm Cannabis aufgefunden. Die Drogen wurden sichergestellt und ein Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet.

Die dritte Feststellung erfolgte heute in den frühen Morgenstunden kurz nach 05:00 Uhr. Bei Ermittlungen nach Widerstandshandlungen und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz gegen einen bekannten, aber flüchtigen 26-Jährigen, vom 26.06.2016, wurde festgestellt, dass gegen den Deutschen ein Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main wegen des Erschleichens von Leistungen bestand. Ein frühmorgendlicher „Besuch“ unter der ermittelten Adresse führte dann zur Vollstreckung der 473,50 EUR Geldstrafe.

Quelle: Bundespolizei Dresden