Chemnitz wächst

Chemnitz – Die Stadt Chemnitz geht von einem Bevölkerungswachstum bis zum Jahr 2030 aus. Diese Bevölkerungsprognose hat Bürgermeister Sven Schulze am Donnerstagabend im Verwaltungs- und Finanzausschuss vorgestellt.

Die Vorausberechnung geht für das Jahr 2030 in zwei Szenarien von einer Einwohnerzahl zwischen 249.600 und 262.200 aus. Zum Vergleich: Ende September 2016 zählte die Stadt Chemnitz 246.773 Einwohner.

Für Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig ist die aktuelle Prognose eine gute Zukunftsaussicht: „Die Anstrengungen der letzten Jahre haben sich gelohnt, denn Chemnitz zieht an. Hatten wir zwischen den Jahren 2009 und 2011 noch einen Tiefpunkt bei der Einwohnerentwicklung, so wächst deren Zahl seitdem wieder kontinuierlich. Die neue Prognose bestätigt diesen Trend. Wir wollten, dass die in der Vergangenheit herausgegebenen negativen Vorhersagen des Statistischen Landesamtes nicht eintreffen. Das ist gelungen! Vielmehr haben die Chemnitzer durch Fleiß, Kreativität und auch dem Willen zur Stadtentwicklung dem Negativtrend entgegen gewirkt. Ausruhen sollten wir uns aber darauf nicht. Entscheidend ist, dass wir weiter an der Stadtentwicklung arbeiten. Große Projekte wie die Kulturhauptstadtbewerbung sind ein Beispiel dafür.“

Die Bandbreite der Vorausberechnung von 249.600 bis 262.200 Einwohnern ergibt sich aus unterschiedlichen Annahmen über die Anzahl der in den nächsten Jahren nach Chemnitz zuziehenden Personen.

Die Vorausberechnung basiert auf der Analyse der realen Bevölkerungsentwicklung innerhalb des Analysezeitraums der Jahre 2011 bis 2015. Sie bezieht sich auf Komponenten wie der demografischen Zusammensetzung der Bevölkerung, Geburten und Sterbefälle sowie Zu- und Fortzüge über die Stadtgrenze (sogenannte Außenwanderung). Zudem wurden Annahmen zur Vorausberechnung für die Komponenten Geburten, Sterbefälle, Außenzuzüge und -fortzüge getroffen.

Die Vorausberechnung der Stadt Chemnitz geht von höheren Einwohnerzahlen als die Projektion des Statistischen Landesamtes aus. Auch das Landesamt hat Annahmen über die zukünftige Entwicklung der Komponenten Geburten, Sterbefälle, Wanderungen (Zu- und Fortzüge) für den Freistaat Sachsen insgesamt getroffen und diese landesweiten Entwicklungsannahmen auf dar unterliegende Gebietseinheiten wie die Stadt Chemnitz heruntergebrochen.

Welche Annahmen aber letztendlich aus Sicht des Freistaates für die zukünftige Entwicklung der demografischen Komponenten für die Stadt Chemnitz getroffen wurden und warum, ist im Detail nicht bekannt. Auch die früheren Prognosen des Statistischen Landesamtes haben grundsätzlich unter den stadteigenen Vorausberechnungen gelegen.

(Quelle: Stadt Chemnitz)