Chemnitzer wollen Gute Schule machen

Sachsen – Marode Schulhäuser oder Lehrermangel, von diesen Problemen hört man fast täglich. Im Dezember dieses Jahres soll ein neues Schulgesetz auf den Weg gebracht werden, denn Schulen im gesamten Freistaat Sachsen stehen vor großen Herausforderungen für die Zukunft. Die Friedrich Ebert-Stiftung lud auch aus diesem Grund am Dienstagabend zum Ideen-Austausch ins Chemnitzer Kulturhaus dasTietz.

Ist das Grundverständnis von Pädagogik und Auftrag von Schule noch auf dem Stand der Zeit? Lernen Schüler derzeit wirklich fürs Leben?

Besonders in Hinblick auf die Novellierung des Schulgesetzes Ende des Jahres stellen sich genau diese Fragen, einerseits für Schüler und Lehrer, andererseits für die Entscheider im sächsischen Landtag.

Doch wie kann das gelingen?

Dieser Frage geht unter anderem der Reformpädagoge und Autor Otto Herz nach. Mehr inidividuelles Lernen, Lernbüros, Reform des Benotungssystems sind nur einige seiner Vorschläge.

In Chemnitz und Leipzig gibt es bereits alternative Schulmodelle, doch das ist vielen Betroffenen zu wenig. Der Arbeitskreis „Gute Schule“ aus Chemnitz möchte die Schullandschaft aktiv weiterentwickeln. Ziel ist die Gründung, Ausgestaltung und Entwicklung einer modernen Chemnitzer Schule.

Doch sind offene Konzepte mit sozielem Lernen, Stadtoffenheit und jahrgangsübergreifendem Unterricht überhaupt realistisch umsetzbar?

Das neue Schulgesetz soll mit dem Beginn des Schuljahres 2017/2018 in Kraft treten, bleibt abzuwarten ob es dann die Möglichkeit für alternative Schulmodelle geben wird.

Einen eindringlichen Apell richtete Otto Herz noch an die politischen Entscheider in Dresden.