Das ändert sich bei der BRN

Dresden – In der Dresdner Neustadt wird am Wochenende wieder die Bunte Republik ausgerufen. Allerdings wird Dresdens größtes Stadtteilfest in diesem Jahr wohl deutlich kleiner ausfallen. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, sind 221 Standbewerbungen beim Ordnungsamt eingengangen- im letzten Jahr waren es noch über 300. Grund dafür ist das neue Sicherheitskonzept der Stadt. Demnach sind Stände an wichtigen Knotenpunkte des Viertels, wie an der Ecke Görlitzer Str/Louisenstraße tabu.

Gleiches gilt für die hier rot markierten Stellen – dazu zählen unter anderem auch die Ecken Louisenstr./Alaunstr. oder Louisenstr./Martin-Luther-Str. Auch an anderen Stellen ist der Straßenverkauf stark eingeschränkt worden – für viele Gastonomen, wie den Besitzer der Zille, bedeutet dies, dass sie in diesem Jahr vorrangig drinnen feiern – und auf Bühnen und Straßenstände verzichten müssen.

Grünen-Stadtrat Torsten Schulze kritisiert deshalb, die Verordnung gehe zu sehr zu Lasten kultureller Angebote.

Einen angestrebten Ausweichstandort des Lustgartens in dem nach Westen hin erweiterten Alaunpark bps. hat das Ordnungsamt nicht genehmigt. Die Schwalfelrunde, die kreativen Köpfe hinter der BRN, befürchten daher, dass sich die Menschen um die wenigen verbleibenden Angebote drängeln werden.. Zumindest der Scheune e.V. darf den Scheune-Vorplatz zur BRN nutzen – dort werden nicht kommerzielle Projekte von Neustädtern zur Schau gestellt.

Über 100.000 Besucher werden auch bei der diesjährigen BRN erwartet. Für deren leibliches Wohl wird trotz aller Einschränkungen übrigens gesorgt sein, ca. 90% der Stände bieten Speisen und Getränke an, rund dreiviertel verkaufen alkoholische Getränke.