Deckenfest statt Richtfest: Halbzeit beim Bau des Afrikahauses

Dresden – Wie feiert man Richtfest an einem Gebäude ohne hölzerne Dachkonstruktion? Für die feierliche Halbzeit am Afrikahaus musste sich der Dresdner Zoo etwas einfallen lassen.


Halbzeit im Afrikahaus: Die Stahlträger, die künftig das neue stützenlose Dach der Tierhalle tragen sollen, sind eingezogen. Auch Stallgebäude mitsamt Vorgehe stehen im Rohbau. Als Bauherr ist Karl-Heinz Ukena, der Chef des Dresdner Zoos zufrieden mit dem Fortschritt an der neuen Elefanten-Unterkunft.
An der neuen Anlage für die Dickhäuter gibt es keinen Dachstuhl im klassischen Sinn. Die Hallendecke besteht aus Stahl. Der neue Anbau hat ein Flachdach. Statt Richtfest wurde im Dresdner Zoo deshalb am Donnerstag kurzerhand Deckenfest gefeiert. Mit einer Hebebühne wurde eine geschmückte Birke zunächst aufs Flachdach gehoben und anschließend mit Kabelbindern an einem Baugeländer befestigt.
Ein Gebäude für Elefanten hochziehen – das machen auch viele der Bauarbeiter nicht alltäglich. Noch mümmeln die Elefanten ihr Heu im Übergangsquartier bzw. dessen Außenanlage. Damit sich das bis zum Frühjahr nächsten Jahres ändern kann, geht es in den nächsten Wochen zügig weiter.
Seit 2015 läuft der Umbau der Anlage für die Dickhäuter. 7,5 Millionen Euro soll das Projekt kosten. Der Zoo ist zuversichtlich, dass die geplanten Baukosten eingehalten werden.

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