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Chemnitz
Donnerstag, 12. November 2009 17:37
Protestaktion in Chemnitzer Innenstadt

Protestaktion in Chemnitzer Innenstadt

+++ Protestaktion am Chemnitzer Rathaus! Sehen Sie hier die Bilder! +++

Die Stadtbibliothek Chemnitz muss im kommenden Jahr den Gürtel enger schnallen. Das zumindest sehen die Sparmaßnahmen im Haushaltsplanentwurf für 2010 vor. Aus diesem Grund rief am Donnerstagnachmittag der Verein der Förderer der Stadtbibliothek zu einer Protestaktion am Rathaus auf.

Im Haushaltsplanentwurf für das kommende Jahr sollen im Bereich der Stadtbibliothek 200.000 Euro eingespart werden. Der Förderverein spricht allerdings von der doppelten Summe, denn sinkende Zuschüsse in diesem und im nächsten Jahr, sowie die Tariferhöhungen machen noch einmal rund 200.000 Euro aus. Das würde zu drastischen Einschnitten bei der Stadtbibliothek führen, so der Verein.

Unter anderem könnten etwa 20 geringfügig Beschäftigte ihren Job verlieren, es gäbe weniger Mittel für den Kauf aktueller Medien und auch der Bücherbus wäre von den Streichungen betroffen. Am Donnerstagabend wird im Kulturausschuss über diese Themen diskutiert. Mehr dazu erfahren Sie am Freitag ab 18.00 Uhr stündlich in der Drehscheibe Chemnitz und auch hier.


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Bisherige Kommentare
Gepostet: 12.11.2009 19:52
patrickschulze
gespart wird immer zuerst an der kultur! aber ist das richtig so?

in deutschland werden schon jetzt nur 1,2% vom haushalt für kultur ausgegeben. und da will man nun ausgerechnet dort noch sparen?!?

Gepostet: 12.11.2009 20:11
neu
Ohne Moos nix los

Wo denn sonst sparen?
In den nächsten Jahren gilt das Motto:"Ohne Moos nix los."
Und wir stehen momentan noch in der Anfangsphase des Sparens. Das wirklich dicke Ende kommt erst noch.

Gepostet: 12.11.2009 20:38
RUDI
Ohne Moos nix los

Hier wird nicht gespart, hier wird auf kosten der Bürger alles getsrichen was das Leben noch lebenswert machen würde.
Warum?
Es müssen ja Mittel da sein zum verpratzen.
Der Steuerbund wirds schon aufzeigen wos liebe Geld verbraten wurde, ohne Nutzen fürs Gemeinwohl.

Gepostet: 13.11.2009 04:22
Traute
Ohne Moos nix los

Gerade die Büchereien sind für die, die wenig Geld haben noch erschwinglich. Wenn man da spart, trifft es Studenten, Hartzer und Rentner.
Man sollte auch überlegen, wo man mehr einsparen könnte. Wenn für Personalkosten im Rathaus der halbe Etat verbraten wird, dann wäre ein Teillohnverzicht effektiver.

Gepostet: 13.11.2009 06:33
egal
Ohne Moos nix los

@Traute: das ist Blödsinn: auf der einen Seite sieht der Haushaltsentwurf schon vor, dass weiteres Personal in der Verwaltung eingespart wird. Auf der anderen Seite arbeiten die Mitarbeiter dort schon in manchen Bereichen an der Leistungsgrenze. Dennoch gebe ich auch zu, dass Bereiche wie Kultur und Jugend die falschen Sparansätze darstellen. Da gäbe es bessere Bereiche.

Gepostet: 13.11.2009 08:39
Wirtschaftsweiser
Ohne Moos nix los

Hier zeigen sich die ersten wirklichen Auswirkungen der Wirtschaftskrise. Aber solange die Leute noch shoppen können, gehen sie nicht auf die Barrikaden u. genau das wird bewußt gelenkt u. geleitet.

Gepostet: 13.11.2009 09:06
Traute
Ohne Moos nix los

@ egal, zugegeben, ich habe ein bisschen überspitzt. Aber ganz ernst meine ich es, wenn ich protestiere, dass an dieser Stelle gespart werden muß. Erinnerst Du Dich noch an mein "rotes Tuch" Prof. Thießen? Nun berufe ich mich auf diesem Mann. Er sagte sinngemäß in einen Interview, dann empfehle er den Hartz IV Empfängern (als billigste Art) des Kultur und Wissenskonsum, die Mitgliedschaft in der Bibliothek, für 15 Euro im Jahr. Er sollte ja die wirtschaftlichste Variante der Versorgung der Hartz IV Leute heraussuchen.(Oder er wollte das ohne Auftrag), was ich noch heute bezweifle.
Ich meine ernsthaft, man sollte in anderen Bereichen mehr sparen/streichen um diesen zu schonen.
Dann muß eben die Grünpflege vorübergehend von Hartzern übernommen werden, befristet bis die Krise gestemmt ist.Zum Beispiel. Es gibt noch andere Möglichkeiten.
@ Wirtschaftsweiser, es shoppen nicht mehr soviel Leute. Es machen immer mehr Kaufhallen zu ohne das die anderen voller werden. Zum Beispiel Spar am Gablenzplatz, weg ohne das es den anderen mehr Kunden bringt.Es wird erst dann nochmal richtig schlimm, wenn es durchgesetzt wird , dass die Tschechen ihre Tabakpreise und so weiter an unsere angleichen. Dann nimmt man den grenznahen Bürgern, wie den Chemnitzern einen kleinen Vorteil aus der Globalisierung. Das nehme ich an ist von der FDP angeleiert um die Kaufkraft im Lande zu halten. Was aber mit den Gaststätten und Kaufbuden und Tankstellen im Nachbarland wird ist wohl eher Schnuppe.
So ist jeder sich selbst der Nächste, auch in der EU, denn im Sinne guter Nachbarschaft sind solche Vorhaben nicht. Quelle der Information im Internet Presseschau, gestern.

Gepostet: 13.11.2009 12:03
neu
Ohne Moos nix los

an Traute
Was ist daran schlimm? Wer sich noch Tabak leisten kann, dem geht es doch gut ;-)

Gepostet: 13.11.2009 12:26
Traute
Ohne Moos nix los

Hallo,neu,Ja schon, aber wenn Du einmal zum Raucher geworden bist,dann übernimmt die Sucht die Regie.(Ich bin seit 16 Jahren Nichtraucher)Ich weiß wovon ich rede.
Auch zum Friseur gehen viele nach Tschechien. Ich weiß auch, dass die Grenzregion sehr darunter leidet das die Friseure Tankstellen und andere Händler Umsatzeinbußen haben. Das ist das Dilemma.Ich kann mich auch nicht für eine Seite entscheiden. Es erstaunt mich aber, dass die Tschechische Regierung ihren Leuten ohne Druck,. das antut.Ich hab aber auch gelesen, das in Rumänien und z.B. in Polen noch eine Übergangszeit zugestanden ist.Wenn das Geld der "Grenzfahrer" nicht mehr in diese Länder kommt werden die auch weniger hier kaufen. Das ist ein komplexes Geschehen,ich denke schon es wird Ärger geben.

Gepostet: 13.11.2009 14:21
Leo Altchemnitz
Befreiungsschlag in die falsche Richtung

Tja, die Bundespolitik wirft nun mit ihrer Milliardenverschuldung für falsche Wirtschaftspolitik und Bankenrettung auch ihre Schatten in die Komune. Es ist sicher kein Geheimnis, wenn man sagt, dass es nur wenige Städte und Gemeinden verstehen nicht nur in harten Zeiten zu haushalten. Diese Lektion ist allerdings im Chemnitzer Rathaus nicht angekommen.

Unsere "Vorzeige-Bürgermeisterei" und Stadtverwaltung scheitert seit Jahren kläglich an den einfachsten Haushaltsaufgaben. Man kann den Bogen von der imagepflegenden Bürgermeisterin Frau Ludwig bishin zu unserer eisernen Baubürgermeisterin Frau Wesseler spannen - und vielen Amts- und Würdensträgern dazwischen.

Immer wieder wurden im Schwarzbuch und beim Bund der Steuerzahler die eklatante Verschwendung Komunaler/Steuergelder gerügt. Sei es Imagekampangne, Überflieger, Marktplatz, Verkehrsentwicklung, Stadtumbau und Grünflächenkonzept um nur einige zu nennen. Viel wichtiger wie haushalten scheinen das Pflegen des Ego's der Komunalpolitiker und der Parteien zu sein anstelle Haushalte richtig zu konsulitieren und nachhaltige Finanzpolitik zu machen. Nein, man lässt lieber jahrelang Gelder versickern und als Sündenböcke muss der Bürger bzw. Kultur und Bildung hinhalten. Allein der Schaden durch den Marktplatz und Überflieger liegt im einstelligen Millionenbereich, Folgekosten nicht mitgerechnet. Aber "schön" wenn man dann doch 200.000 Euro durch Einsparung im Tietz hernimmt um die Sünden der Vergangenheit zu kitten.

Liebe Komunalpolitiker, lernt erst mal richtig den Haushalt und die Konten zu führen. Dämmt Verschwendung ein und es muss nicht am kulturellen Gesicht der Stadt gespart werden. Kehrt mal mit dem eisernen Besen im eigenen Haus, vermute nut, da wird sich keiner auf dem hohen Ross finden. Daher im Fach Wirtschaft und Ökonomie Note 6!!!

Gepostet: 13.11.2009 14:51
Bürger
Befreiungsschlag in die falsche Richtung

@Leo

Bei aller Liebe, so langsam nervt es, das ist niedrigstes Stammtischniveau, immer nur rumnölen, nörgeln, alles besser wissen ...
Sicher ist nicht immer alles optimal und es wurden grad im Baubereich auch grobe Fehler gemacht - aber keine Fehler macht nur, wer gar nichts macht ...
Vielleicht doch mal ganz kurz innehalten und drüber nachdenken, was man in ähnlicher Position überhaupt anders und besser machen könnte, zumal wenn man weiss, wie wenig Handlungsspielräume die Kommunalpolitik überhaupt hat.

Gepostet: 13.11.2009 15:32
Traute
Befreiungsschlag in die falsche Richtung

@ Leo... Kritik soll hilfreich sein... Ich finde, die 2 Damen im Amt so unter der Gürtellinie angreifen, ist nicht angebracht.
Es sind einige andere die Zuarbeit machen und deren Fehler von den Amtspersonen getragen werden müssen. Das sollte man nicht übersehen. Auch dass die Parteien ihre Leute in den Ämtern platzieren und die Amtspersonen mit ihnen arbeiten müssen.
Kritik ist berechtigt und das man das Tietz und meiner geliebten Bücherei, zu der ich schon am Schillerplatz als eine gute Kundin gelaufen war, das ist so Kritikwürdig wie nur was. Aber nicht vor berechtigtem Ärger über das Maß hinaus gehen, denke ich.

Gepostet: 13.11.2009 15:44
Leo Altchemnitz
@Bürger

Fast hätte ich gesagt, ups da bin ich wohl jemanden auf die Füsse getreten... .
Aber Zitat:"niedrigstes Stammtischniveau, immer nur rumnölen, nörgeln, alles besser wissen ... " lasse ich mir nicht vorwerfen.

Habe u.a. zu öffentlichen Sitzung des Stadrates (Thema Verkehrskonzeptentwicklung) mit Frau Wesseler und dem Herrn Gregorzyk einen konstruktiven Faden zu den Punkten Ausschreibung, Beleuchtungskonzepte, Lichtzeichenanlagen und Mittelstreifenbegrünung mit Schotterrasen finden wollen - Standpunkte die in den Straßenbauverwaltungen des Landes Sachsen, Brandenburg und Bayern mittlerweile zu großen Einsparpotentialen geführt haben. Dieser konstruktive Faden wurde durch eine vorgeschobene sogenannte Gesetzeslage im Keim erstickt. Tatsache hier ist, das es sich nur im Gesetzestext um Richtlinien und Empfehlungen handelt die einen weiten Handlungsspielraum lassen. Es ist nur ein Beispiel, wo ich durch konstruktive Kritik Sparmaßnahmen aufzeigen wollte aber nicht den Stein zum Umdenken anstossen konnte.

Also @Bürger ich nörgele nicht auf niedrigsten Stammtischniveau sondern habe schon oft versucht mich als Einwohner der Stadt Chemnitz im öffentlichen Rahmen und direkt bei den entsprechenden Stellen zu äußern.

Ich weis, wer nichts macht macht nichts verkehrt A B E R man muss auch gewillt sein aus Fehlern zu lernen. Ein Fehler, der nicht nur durch die Stadt Chemnitz gemacht wird ist, dass man weniger intern nach Finanziellen Sickerstellen, Spar- und Einsparpotentialen sucht sondern leicht erreichbare Haushalte kürzen möchte wie die Bereiche Bildung und Kultur, die längerfristig und im nachhaligen Sinne gesehen einen imensen Schaden für die Stadt Chemnitz bedeuten. Möchte hier als Beispiel das Thema soziale Brennpunkte und Wegzug von Bürgern wegen eines nichtattraktiven Wohnumfeldes machen. Um dies zu verhindern ist ein Umdenken in der komunalen Politik gefordert. Nur stellt sich die Frage, gibt es genug Köpfe und Entscheider die über den Tellerand hinaussehen.

Gepostet: 14.11.2009 13:12
anonym
Doppelmoral

Erst werden mit Streiks höhere Löhne und Gehälter durchgesetzt und danach stellt man fest, dass diese nicht finanzierbar sind und man protestiert dagegen.

Gepostet: 14.11.2009 13:54
MG
Doppelmoral

@Leo Altchemnitz

"vorgeschobene sogenannte Gesetzeslage"
Ja, davon kann ich ein Lied singen. Stichwort: Talsperre Euba

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