Das Land Sachsen geht den Jugendlichen an den Kragen.
Seit Mitte Februar steht fest: die Jugendpauschale soll empfindlich gekürzt werden. Im Jugendausschuss der Stadt Chemnitz wurde nun Kriegsrat gehalten. Was tun – aufstocken, durchreichen oder widersprechen?
Anfang gut, Ende schlecht. Im Januar glaubte man noch in Chemnitz, dass die freien Träger der Jugendarbeit mit einem blauen Auge davon kommen würden. Eine Streichliste wurde im letzten Moment noch entschärft. Vor wenigen Tagen war diese Hoffnung aber dahin: Das Sächsische Staatsministerium für Soziales verkündete, dass die Jugendpauschale um fast 30% gekürzt werden soll.
Bisher wurden für jeden Chemnitzer bis 27 Jahren 14,30 Euro pro Jahr gezahlt. Nun soll der Betrag um 4 Euro auf 10,40 Euro reduziert werden. Die freie Kinder- und Jugendarbeit in Chemnitz muss nun harte finanzielle Einschnitte verkraften. Denn nach Beschluss im Jugendhilfeausschusses der Stadt werden die geplanten Einsparungen des Freistaates direkt an die freien Träger weitergereicht. Für die bedeutet das nun: Rotstift ansetzen!
Insgesamt wird die Jugendarbeit in Chemnitz mit 7,4 Millionen Euro gefördert. Auf 217.000 Euro werden laut Stadt die finanziellen Einbußen für die freien Träger beziffert. Die Stadt Chemnitz hat bereits angekündigt gegen die Kürzung der Jugendpauschale Einspruch einzulegen.
Sie steht damit nicht allein, denn auch die Kinder- und Jugendprojekte wollen sich gegen die Sparmaßnahmen zur Wehr setzen. Das Landesgeld für die Jugendpauschale schmilzt, wie aktuell der Schnee draussen. Mit den gleichen Folgen, die extremes Tauwetter auch hat: der Chemnitzer Jugendarbeit steht das Wasser bis zum Hals.
@ SF 14,30 - 4,00 = 10,40 Euro ???
Rechenfehler oder Tippfehler?
Mal davon agesehen: Von 7,4 Millionen fallen 217.000 Euro weg. Das ist eine Kürzung um weniger als 3%. Angesichts leerer Kassen halte ich diesen Betrag für durchaus vertretbar.
Gepostet: 25.02.2010 08:55 Traute
Sparen muss sein
Na das passt ja mit der Initiative der FDP zusammen, Einpendler sollen in Chemnitz Wohnsitz nehmen. Das ändert zwar nichts am prozentualen Anteil pro Bürger, aber insgesamt wird die Summe höher? Das ist vom Land wieder perfekt auf Chemnitz zugeschnitten. Der Jugend nach und nach das Leben in unserer Stadt unattraktiver zu machen. Hoffen die etwa auf Zuzug von Chemnitz in ihre Lieblingsstädte? Das Chemnitz besonders gebeutelt ist was die Überalterung betrifft wird ignoriert. In Europa sind wir schon im guten Ruf, als Rentnerstadt und die Landesregierung Sachsen, unsere Landesmutter, vertreibt mit ihrem Streichkonzert noch mehr junge Familien?!Buh!
Gepostet: 25.02.2010 11:40 JJ
Sparen muss gelernt sein!
Ja, der Zukunft die Zukunft nehmen! Sehr gut! Dann sind die Jugendangebote der NPD bald überbesucht und in einigen Jahren feiern sie Wahlerfolge .. dann wird wieder keiner Wissen warum u wieso das nur passieren konnte! Oh man.. Gute Nacht!
Gepostet: 25.02.2010 12:18 anonym
Sparen muss gelernt sein!
"Das Land Sachsen geht den Jugendlichen an den Kragen."
Dann braucht sich das Land Sachsen auch nicht wundern, wenn die Jugendlichen mit Gewalt reagieren, denn Steuererleichterungen für Unternehmer, Besserverdiener und Vermögende sind doch auch immer übrig.
Beiträge: 4
egal
@ SF 14,30 - 4,00 = 10,40 Euro ???
Rechenfehler oder Tippfehler?
Mal davon agesehen: Von 7,4 Millionen fallen 217.000 Euro weg. Das ist eine Kürzung um weniger als 3%. Angesichts leerer Kassen halte ich diesen Betrag für durchaus vertretbar.
Traute
Na das passt ja mit der Initiative der FDP zusammen, Einpendler sollen in Chemnitz Wohnsitz nehmen. Das ändert zwar nichts am prozentualen Anteil pro Bürger, aber insgesamt wird die Summe höher? Das ist vom Land wieder perfekt auf Chemnitz zugeschnitten. Der Jugend nach und nach das Leben in unserer Stadt unattraktiver zu machen. Hoffen die etwa auf Zuzug von Chemnitz in ihre Lieblingsstädte? Das Chemnitz besonders gebeutelt ist was die Überalterung betrifft wird ignoriert. In Europa sind wir schon im guten Ruf, als Rentnerstadt und die Landesregierung Sachsen, unsere Landesmutter, vertreibt mit ihrem Streichkonzert noch mehr junge Familien?!Buh!
JJ
Ja, der Zukunft die Zukunft nehmen! Sehr gut! Dann sind die Jugendangebote der NPD bald überbesucht und in einigen Jahren feiern sie Wahlerfolge .. dann wird wieder keiner Wissen warum u wieso das nur passieren konnte! Oh man.. Gute Nacht!
anonym
"Das Land Sachsen geht den Jugendlichen an den Kragen."
Dann braucht sich das Land Sachsen auch nicht wundern, wenn die Jugendlichen mit Gewalt reagieren, denn Steuererleichterungen für Unternehmer, Besserverdiener und Vermögende sind doch auch immer übrig.