„Dildo-Dulig Ultras“ – Jusos halten Bundeskongress in Dresden ab

Dresden - Im Erlwein-Forum an der Messe Dresden hält die Jugendorganisation der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) noch bis Sonntag ihren Bundeskongress ab. Die jungen Sozialdemokraten wollen "Farbe bekennen" gegen Rechtspopulismus und in zahlreichen Anträgen über eine gemeinsame politische Leitlinie vor und nach der Bundestagswahl 2017 entscheiden. Zu den ersten Rednern auf dem Kongress zählte Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) am Freitag. Mit "Dildo-Ultras"-Schildern bereitete ihm der Parteinachwuchs am Freitag einen witzigen Empfang.  

© JUSOS
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Seit Freitagnachmittag dikutieren die jungen Sozialdemokraten z.B. über die Zukunft der Arbeit, den inhaltlichen Schwerpunkten zur Bundestagswahl 2017 oder zur Migrationspolitik. 300 Deligierte aus ganz Deutschland und 200 Gäste treffen sich bei dem dreitägigen Kongress in Dresden. Auch SPD-Führungspolitiker reisen dazu in die Sächsische Landeshauptstadt: Zu den Rednern zählen neben der Juso-Bundesvorsitzenden Johanna Uekermann auch Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles sowie die SPD-Generalsekretärin Katarina Barley.

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig besuchte den Parteinachwuchs bereits am Freitag. Dieser wurde kürzlich durch Sachsens AfD-Landesvize Thomas Hartung scharf kritisiert (wir berichteten). Das Dresdner Start-up "Laviu" hatte beim diesjährigen Zukunftswettbewerb "futureSAX" einen Preis erzielt. Dabei handelt es sich um ein Liebespielzeug mit Raumfahrttechnik. Die mit dem Preis einhergehende Förderung bezeichnete Hartung als Armutszeugnis und nannte den stellvertretenden Ministerpräsidenten auf der AfD-Homepage kurzerhand „Dildo-Dulig“. Aus den Reihen der sächsischen SPD war zu hören, dass es sich um einen erneuten Versuch handele, sich mit einem aufgebauschten Skandal in den Medien zu platzieren. Die Partei stellte sich hinter den Wirtschaftsminister. Mit der witzigen Plakataktion "Dildo-Dulig Ultras" zeigten am Freitag auch die jungen Sozialdemokraten, was sie von dem vermeintlichen Skandalpreis des Sächsischen Wirtschaftsministerium halten.

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Den Schwerpunkt des Bundeskongresses in Dresden stellt insgesamt der Kampf gegen Rechtspopulismus dar. Die gesamte Tagung steht unter dem Motto "Farbe bekennen". Rechte Scharfmacher treiben demnach die Spaltung der Gesellschaft in Deutschland und Europa voran. Viele Menschen seien verunsichtert. Der SPD-Nachwuchs tauscht deshalb Gedanken über die Arbeitswelt von morgen und Investitionen für die Zukunft aus."Und im Jahr vor der Bundestagswahl werden wir in Dresden auch formulieren, worum die SPD sich nach der Wahl zu kümmern hat", schreiben die Veranstalter zudem auf der Homepage des Bundekongresses.
Mitgliedern der NPD, der AfD sowie Personen, die anderen rechtsradikalen Parteien oder Organisationen angehören, wurde die Teilnahme an dem Bundeskongress der Jusos ausdrücklich untersagt.

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