Doch Biogasanlage für Chemnitz?

Chemnitz – Es war im Januar 2013, als Vertreter der Stadtverwaltung und des städtischen Entsorgers ASR Chemnitzer Bürgern öffentlich das Konzept einer Biogasanlage vorstellten.

Diese zeigten sich in der Mehrzahl nicht begeistert, ebenso wie der Stadtrat. In seiner Sitzung im April 2013 wurde das Thema „Biogasanlage“ von der Tagesordnung genommen und die Pläne verschwanden in der Schublade.

Nun unternimmt die Stadt einen weiteren Versuch, die im Stadtgebiet anfallenden Bioabfälle selbst energetisch zu verwerten.

Statt diese von Fremdfirmen entsorgen zu lassen, soll eine Biogasanlage gebaut werden, die Strom und Wärme erzeugen kann.

Als Standort hat die Verwaltung nach langer Suche eine Fläche mitten im Gewerbegebiet des Fischweges im Chemnitzer Norden ins Visier genommen.

 

Im Gewerbegebiet am Fischweg soll die Biogasanlage entstehen

Das Areal befindet sich in strategisch günstiger Nähe zum Hauptsitz des ASR und sei in Hinsicht von Transportwegen, Emissionen und der Möglichkeit des Flächenerwerbs am günstigsten.

Die geschlossene Anlage soll für eine Kapazität von rund 25.000 Tonnen Bioabfällen pro Jahr ausgelegt werden.

Um selbst die Kontrolle über die Gebühren der Entsorgung zu erhalten, will die Stadt, dass der ASR mit der Planung und Errichtung der Biogasanlage beauftragt wird.

In seiner Sitzung am 28. September wird sich der Chemnitzer Stadtrat nun wieder mit dem Thema „Biogasanlage“ beschäftigen.

Falls die Räte dem Ansinnen der Stadtverwaltung zustimmen, wird der Baustart für die Anlage frühestens Mitte 2018 erfolgen.