Dresden baut Flutschutz auf

Dresden – Wie schnell ist die malerische Altstadt der Sächsischen Landeshauptstadt für den Ernstfall einer Flut gerüstet?  Die mobile Hochwasserschutzanlage in der Münzgasse wurde am Dienstag zu Probe- und Übungszwecken aufgebaut.

Die Elbe ist für Dresden Fluch und Segen zugleich. Sie prägt das Stadtbild, lädt bei strahlendem Wetter, wie am Dienstag, zum Verweilen und Erholen ein. Aktuell liegt ihr Pegel bei knapp über 1,62 Meter. Doch kann der Fluss auch anders – das zeigte er zuletzt 2013. Bei einem Pegelstand von 8,76 Metern entfaltete er seine zerstörerische Kraft.

Um für Ernstfälle wie diesen vorbereitet zu sein, haben sich Feuerwehrleute bereits in den frühen Morgenstunden vor die Frauenkirche postiert. Im Zuge eines Probeaufbaus reinigen, sichten und warten zehn Mitarbeiter des städtischen Regiebtriebs Zentrale Technische Dienstleistungen die mobile Hochwasserschutzanlage. Für ein sicheres und besonnenes Handeln im Fall einer Flut, werden diese  regelmäßig geschult. Die Profis lernen den Umgang mit den einzelnen Elementen. Balken für Balken ist in gerade einmal einer Stunde die Mauer errichtet worden. Diese Zeit soll auch bei einem tatsächlichen Hochwasser eingehalten werden. Drei Meter hoch und zehn Meter breit, riegelt der Schutzwall dann den Durchgang durch die Festungsmauer in der Münzgasse ab. Weitere Hochwasserschutzanlagen sollen in den kommenden Tagen zu Testzwecken aufgebaut werden.

Eine neue Hochwasser-App für Android Smartphones bietet ab sofort einen Überblick über die Wasserstände in Deutschland. Die kostenlose App enthält Informationen zu rund 1.600 Wasserstandspegeln in ganz Deutschland. Sie ist für die Bevölkerung sowie als mobile Datenquelle für den Katastrophenschutz gedacht.