Dresden testet Flutschutztore

Dresden – Dresden testet am Sonntag wieder die Flutschutztore. Deshalb kommt es zu Umleitungen in der Innenstadt. Aufgebaut werden die Flutschutztore am Heinz-Steyer-Stadion und am Congress Center. Rund um diese Orte gibt es vom frühen Sonntagmorgen bis in den Nachmittag hinein Straßensperrungen und Umleitungen. Beim jährlichen Probeaufbau wird die Handhabung trainiert, außerdem werden die Anlagen gewartet.

Die etwa 20 Meter langen, zwei bis drei Meter hohen und rund 20 Tonnen schweren Flutschutztore aus Stahl sind technisch anspruchsvolle Hochwasserschutzanlagen. Sie schützen die Dresdner Altstadt vor einer Überflutung. Im Ruhezustand sind die Tore in geschlossenen Torkammern aus Stahlbeton untergebracht. Bei Hochwassergefahr werden sie auf Laufschienen von Mitarbeitern des städtischen Regiebetriebes Zentrale Technische Dienstleistungen (ZTD) ausgefahren und in ein gegenüber gelegenes Widerlager eingefahren. Die Laufschienen befinden sich in einem Kanal unter der Straße und sind mit Abdeckplatten geschützt, welche zur Vorbereitung mit einem LKW-Kran herausgenommen werden. Die Flutschutztore sind in der Regel elektrisch angetrieben, können aber auch im Notbetrieb durch eine elektrische Noteinspeisung oder manuell mechanisch geschlossen werden. Bei Hochwasser der Elbe wird das Flutschutztor Weißeritzstraße bei einem Pegel von 6,10 Meter und das Flutschutztor Ostra-Ufer bei einem Pegel von 7,00 Meter geschlossen.

© Dresden Fernsehen

Dabei kommt es zwischen 6.30 Uhr und 16 Uhr zur kompletten Sperrung der Kreuzung Weißeritzstraße, Ostra-Ufer und Pieschener Allee. Stadteinwärts führt die Umleitungsstrecke über Magdeburger Straße, Weißeritzstraße, Maxstraße, Ostra-Allee und Kleine Packhofstraße zur Devrientstraße; stadtauswärts umgekehrt. Das Ostragehege ist an dem Tage ausschließlich über die Schlachthofstraße zu befahren und zu verlassen.