Dresdner Hotelbranche legt sich mit AirBnB an

Dresden – Die Dresdner Tourismuswirtschaft fordert ein Zweckentfremdungsverbot für privaten Wohnraum auf Landesebene. Der Tourismusverband Dresden, die Dresdner Hotel Allianz, der DEHOGA Sachsen und die IHK Dresden haben sich deshalb mit einem Schreiben an die Fraktionsvorsitzenden im Sächsischen Landtag gewendet. Sie wollen damit auf die Kehrseite der Sharing Economy aufmerksam machen.

„Alleine in Dresden werden pro Jahr etwa 300.000 Übernachtungen in Privatunterkünften geschätzt, die von der amtlichen Statistik nicht erfasst werden. Das stellt eine massive Wettbewerbsverzerrung dar“, sagt der TVD-Vorsitzende Johannes Lohmeyer. Ein ähnliches Verbot gäbe es in Berlin bereits seit 2013. Es sei ein sinnvolles Instrument gegen Wohnungsknappheit.

Die Hotellerie in Dresden sieht einen Wettbewerbsnachteil gegenüber Sharing-Economy-Plattformen wie AirBnB, Wimdu und 9flats, die Privatleute dazu bringt, ihren privaten Wohnraum Reisenden als Unterkünfte anzubieten. Privatleute müssten zum Beispiel keine Sicherheits- und Hygienestandards erfüllen.