Dresdner Stadtrat prüft Rückkauf des Stadions

Dresden – Die Stadt Dresden prüft den Rückkauf des Dynamo-Stadions. Das hat der Stadtrat am Donnerstagabend auf Antrag der SPD-Fraktion mehrheitlich beschlossen.

Das Dresdner DDV-Stadion könnte schon bald in städtischen Besitz zurückkehren. Mit großer Mehrheit hat der Dresdner Stadtrat am Donnerstagabend die Prüfung eines möglichen Rückkaufs beschlossen.
Zunächst soll die Stadtverwaltung allerdings ermitteln, wie hoch die städtischen Kosten für die private Stadionbetreibung jährlich sind. „Momentan wissen wir weder wie hoch die Kosten sind, die in diesem Stadion entstehen, noch ob sie in dieser Höhe angemessen sind und das wollen wir jetzt überprüfen“, sagte Stadtrat Thomas Blümel von der einbringenden SPD-Fraktion.

Derzeit zahlt Dynamo Dresden jährlich rund 4,75 Mio. Euro Miete an die „Stadion Dresden Projektgesellschaft“, die das Stadion betreibt. Aufgrund der hohen Miete, bittet der Verein regelmäßig um Zuschüsse seitens der Stadt. Darüber hinaus hatte die Projektgesellschaft das Stadion im Sommer mehrfach gesperrt. Laut Linken Stadtrat Tilo Kießling leidet darunter vor allem der Verein Dynamo Dresden: „Das ist ärgerlich und greift in die spielerische Leistungsfähigkeit der Mannschaft ein. Auch das ist ein Aspekt, den es zu berücksichtigen gibt. Ich denke, dass unser städtischer Sportbetrieb da eine bessere und vor allem kostengünstigere Alternative bieten könnte.“

In einem öffentlichen Workshop soll die Stadt nun jene Alternativen prüfen, um das Stadion selbst zu betreiben. So könnten wirtschaftliche Transparenz und Klarheit geschaffen werden. Darüber hinaus hat der Stadtrat am Donnerstagabend beschlossen, kommunale Sportanlagen künftig bevorzugt nach ehemaligen Dresdner Sportlern zu benennen.