Generalstaatsanwaltschaft äußert sich zu Ermittlungen gegen „Freie Kameradschaft“

Dresden – Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden ermittelt aktuell gegen die rechtsextreme Freie Kameradschaft Dresden wegen Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung. Im Raum Dresden und Heidenau hat es am Mittwoch Durchsuchungen in 17 Wohnungen und einem weiteren Objekt gegeben.


Am Mittwoch wurden in einem Ermittlungsverfahren der Generalstaatsanwaltschaft Dresden – Integrierte Ermittlungseinheit Sachsen – Sonderdezernat zur Bekämpfung politisch motivierter Kriminalität (INES-PMK) und des OAZ wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung gemäß § 129 StGB bei 17 Personen insgesamt 18 Wohnungen sowie ein weiteres Objekt im Raum Dresden und Heidenau durchsucht. Die Beamten des OAZ wurden dabei durch Polizeibeamte der Polizeidirektion Leipzig, der Polizeidirektion Dresden, des Landeskriminalamts Sachsen und der Bereitschaftspolizei unterstützt.
Bereits seit Juni 2015 laufendie Ermittlungen gegen die sogenannte „Freie Kameradschaft Dresden“ (FKD). Die Gruppe steht im Verdacht, in verschiedener personeller Zusammensetzung 14 Straftaten, u. a. Beteiligung an der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion, versuchte Brandstiftung, Landfriedensbruch im besonders schweren Fall, Körperverletzungen und Sachbeschädigungen begangen zu haben. Zudem wurden sie bei Tathandlungen im Bereich von Asylunterkünften in Freital, Heidenau, Dresden und bei Tathandlungen gegen Asylsuchende und politische Gegner festgestellt. Bei den Mitgliedern handelt es sich um 15 Männer sowie zwei Frauen im Alter zwischen 16 und 30 Jahren. Gegen sechs Beschuldigte wurden Haftbefehle erlassen, die heute Morgen vollzogen wurden. Im Laufe des Tages werden die festgenommenen Beschuldigten dem Haftrichter vorgeführt.

Quelle: Generalstaatsanwaltschaft Dresden