Dynamo und CFC in Trauer: Reinhard Häfner ist tot

Dresden – Reinhard Häfner ist tot. Dynamos Fußballlegende starb nach schwerer Krankheit in der Nacht zu Montag im Alter von 64 Jahren.

Dynamos Präsident Andreas Ritter sagte: „Ich bin fassungslos, schockiert und traurig. Mit Reinhard Häfner ist nicht nur einer der größten Spieler der Vereinsgeschichte von uns gegangen. Wir haben auch einen Menschen verloren, der uns allen sehr ans Herz gewachsen war. Das Leben hat Reinhard Häfner mancher Prüfung unterzogen, und es war bewundernswert, mit welcher Kraft und positiven Energie er allen Herausforderungen begegnet ist. Unser tief empfundenes Beileid gilt in diesen Stunden seiner Familie und den engsten Angehörigen.“

Dynamos Sportgeschäftsführer Ralf Minge, in den 1980er Jahren mit Häfner in einer Mannschaft aktiv, dann als Spieler unter dem Trainer Häfner erfolgreich, sagte: „Es fällt mir schwer, Worte zu finden. Der Tod von Reinhard Häfner trifft uns alle ins Mark, auch mich ganz persönlich. Zwischen Reinhard und mir ist über viele gemeinsame Jahre ein sehr vertrauensvolles, freundschaftliches Verhältnis entstanden. Nur wenige haben so große Verdienste um unseren Verein erworben. Aber das tritt in diesem Moment in den Hintergrund. Wir haben einen liebenswerten Menschen verloren, in unsere Mitte wurde ein Loch gerissen, das schmerzt sehr. Unsere Gedanken sind jetzt bei allen Menschen, die Reinhard nahe standen.“

Reinhard Häfner war von 1971 bis 1988 als Spieler für Dynamo Dresden aktiv. Er bestritt mit 519 Partien die zweitmeisten Pflichtspiele in der Geschichte der Schwarz-Gelben. Der Mittelfeldspieler erzielte in seiner Laufbahn 69 Pflichtspieltore und feierte mit Dresden vier Meisterschaften sowie vier Polkalsiege. Als Trainer führte er die Sportgemeinschaft 1991 in die Bundesliga. Mit der Nationalmannschaft gewann Häfner 1976 in Montreal Olympisches Gold.

Nach seinem Einsatz bei Dynamo Dresden, übernahm Häfner im Sommer 1993 den Posten des Cheftrainers des Chemnitzer FC. Bis 1996 stand er dann insgesamt 106 Mal als Cheftrainer an der Seitenlinie und führte die mannschaft 36 Mal zum Sieg.

In Gedenken an den Ehrenspielführer von Dynamo Dresden findet vor dem Polkalspiel am Dienstag gegen Arminia Bielefeld eine Schweigeminute statt, Dynamo spielt in Trauerflor.

Du wirst uns fehlen und dennoch immer mit uns sein, Reinhard. Ruhe in Frieden.