Einheitsfeiereinsatz – Polizeiautos brennen, polizeifeindliches Graffiti gesprüht

Dresden – In der Nacht haben Unbekannte auf einem Parkplatz an der Königsbrücker Straße drei Einsatzfahrzeuge der Polizei angezündet. Die Fahrzeuge sind nicht mehr einsatzfähig. Verletzt wurde niemand.

© Roland Halkasch

Gegen 00.50 Uhr informierte die Rettungsleitstelle die Dresdner Polizei über einen Pkw-Brand in Höhe eines Hotels an der Königsbrücker Straße. Vor Ort stellten die Beamten drei beschädigte Einsatzfahrzeuge fest.

Die größten Beschädigungen wies ein 5er BMW der sächsischen Bereitschaftspolizei auf, dessen Motorraum ausgebrannt war. Auch ein benachbarter Mercedes Vito, ebenfalls von der sächsischen Bereitschaftspolizei, sowie ein VW T5 der Bereitschaftspolizei aus Sachsen-Anhalt sind nach Brandschäden im Frontbereich nicht mehr einsatzbereit.

Nach ersten Ermittlungen haben Unbekannte alle drei Fahrzeuge angezündet. Es entstand ein Sachschaden von mehreren zehntausend Euro.

Die Ermittler gehen von einer politisch motivierten Tat aus und sehen auch einen Zusammenhang zum aktuellen Polizeieinsatz anlässlich des Tages der deutschen Einheit. Ein Bekennerschreiben liegt bislang nicht vor.

Gegen 02.30 Uhr teilte ein Anwohner der Friedensstraße mit, dass mehrere Unbekannte Graffitis an Wände sprühen. Einsatzkräfte stellten in der Folge mehrere Graffitis entlang der Friedensstraße fest, darunter auch den Schriftzug  „ganz Dresden hasst die Polizei“. Im Rahmen der Tatortbereichsfahndung nahmen Einsatzkräfte einen 20-jährigen Dresdner vorläufig fest. Er muss sich wegen des Verdachts der Sachbeschädigung verantworten.

Da beide Tatorte nur ca. 2,5 km voneinander entfernt liegen und aufgrund des vorgefundenen Schriftzuges prüfen die Ermittler nun auch einen möglichen Zusammenhang zwischen den beiden Ereignissen.

Quelle: Polizeidirektion Dresden