EVTZ nimmt Arbeit für Eisenbahnstrecke Dresden-Prag auf

Dresden – Für den Neubau der Bahnstrecke Dresden – Prag hat jetzt der erste Sächsisch-Tschechische Europäische Verbund für Territoriale Zusammenarbeit , kurz EVTZ, die Arbeit aufgenommen. Dieser Verband soll das grenzüberschreitende Schienenprojekt fachlich, organisatorisch und kommunikativ voranbringen und unterstützen.

Die Planungen für die Trasse sind inzwischen sehr weit vorangeschritten. Das heißt, die Strecke muss in den Bundesverkehrswegeplan mit aufgenommen werden, der derzeit in Berlin verhandelt wird. Das Europäische Großprojekt soll nach bisherigen Schätzungen auf der deutschen Seite 1,3 Milliarden Euro kosten und auf der tschechischen Seite schlagen bis Usti nad Labem 850 Millionen Euro zu Buche. Das ist viel Geld, dennoch ist auch die tschechische Bevölkerung dem Unternehmen gegenüber positiv gestimmt.

Das Neubauvorhaben ist vor allem für die Grenzregion wichtig. Schon jetzt ist die bestehende Strecke durch das Elbtal überlastet. Sie ist die einzige Schienenverbindung für den Güter- und Personenfernverkehr durch Sachsen nach Tschechien und dann weiter nach Südosteuropa. Aber nicht nur zur Entlastung dieser Strecke ist der Neubau notwendig. Die neue Eisenbahnstrecke soll insgesamt 43km lang werden. Wenn alles optimal läuft und Berlin sein OK gibt, kann 2028 der Bau starten.