FBI-Agenten tagen in Dresden

Dresden – Die bekannte US-Amerikanische Polizeibehörde FBI tagt derzeit in Sachsen. Mehr als 250 Polizeibeamte aus Europa und den USA haben sich deshalb im Dresdner Hotel Bellevue versammelt.

Es kommt nicht alle Tage vor, dass die amerikanische Bundespolizeibehörde FBI im Dresdner Hotel Bellevue einrückt. Der Grund: Bis zum 28. September findet in der sächsischen Landeshauptstadt das Retraining der „National Academy“ der Behörde statt. Dabei handelt es sich um eine Fortbildungsmaßnahme für europäische Absolventen der Ausbildungs-Akademie, wie Organisator Peter Hehne erklärt: „Hier tagen Absolventen der FBI-Akademie in Quantico. Das Retraining ist dann noch einmal eine Fortbildung für die europäischen Absolventen.“

Insgesamt nehmen 262 Teilnehmer aus 34 verschiedenen Nationen an der diesjährigen Tagung teil. Schwerpunkt sind dabei vor allem aktuelle Entwicklungen bei der Bekämpfung von Cyberkriminalität. Laut Hehne ein ganz aktuelles Thema: „Wir haben neue Formen von Kriminalität, mit denen wir uns auseinandersetzen müssen und deshalb ist das momentan ein zentrales Thema.“

Bereits im Jahr 1935 hat die amerikanische Bundespolizeibehörde FBI das Ausbildungsprogramm „National Academy“ eingeführt. Seitdem findet der Lehrgang viermal jährlich statt. In einer elfwöchigen Schulung werden die Teilnehmer zu Führungskräften ausgebildet. Darüber hinaus dient sie aber auch dem Aufbau eines weltweiten Netzwerks aus Strafverfolgern. Peter Hehne selbst war der erste Absolvent aus der ehemaligen DDR. „Also das ist damals wie heute eine große Ehre, dass ich ausgewählt worden bin. Es hat mir durch die Kurse dort vor allem Berufserfahrung und das Handwerkszeug gebracht um Probleme zu lösen“ , sagt der 55-jährige.

Das sich der gebürtige Thüringer für Dresden als Tagungsort entschieden hat, hat die Landeshauptstadt der guten Logistik und Infrastruktur zu verdanken. Die nächste Tagung der „National Academy“ des FBI findet im kommenden Jahr im britischen Bristol statt.