Festungsmauer unterm Postplatz freigelegt

Dresden – Auf dem Dresdner Postplatz soll bis 2019 ein neues Geschäfts- und Wohnhaus entstehen. Doch bevor es losgeht, dürfen erstmal die Archäologen ran.

Noch bis Ende August ist Grabungsleiterin Susanne Schöne mit einem fünfköpfigen Team im Einsatz. Zutage gefördert haben sie seit April Teile der alten Stadtbefestigung aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Freigelegt wurden auch Mauern des Kaiserlichen Postgebäudes aus dem 19. Jahrhundert. Aus dieser Zeit stammen auch hölzerne Wasserleitungen. Ins 20. Jahrhundert datiert dann schon Dresdens erste öffentliche Toilette, eine sogenannte Bedürfnisanstalt.

Wenn die Ausgrabungen beendet sind, übernimmt der Bauherr das Zepter. Wie Cunar Meyer von der Mannheimer Firma Fay sagt, reizt ihn vor allem die gute Lage an dem Projekt. Ein Wohn- und Geschäftshaus mit einem grünen Innenhof soll entstehen, erklärt Architekt Jörg Rudloff aus Dresden. Die Fertigstellung ist für Ende 2018, Anfang 2019 geplant.