Flüchtlinge sollen Fachkräftemangel im Freistaat stoppen

Leipzig – Sachsen braucht mehr Fachkräfte. Und die jugendlichen Flüchtlinge, die in den Freistaat gekommen sind, brauchen eine Perspektive. Warum also nicht das Potential nutzen? Ein Schritt in diese Richtung ist heute in Leipzig gemacht worden.

Der erste Förderbescheid zur Unterstützung der Ausbildungs- und Arbeitsmarktintegration junger Migranten ist am Mittwoch im Neuen Rathaus Leipzig übergeben worden. Staatssekretär Stefan Brangs überreichte den Bescheid an das Projekt Joblinge Leipzig. Der Freistaat Sachsen unterstützt das Programm in den kommenden zwei Jahren mit rund 880.000 Euro. Damit soll die Integration von 100 jungen Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt gelingen. Bei den Projektverantwortlichen war die Freude über die Förderung entsprechend groß.

Die Förderung läuft unter der Initiative Fachkräfte-Allianz des Freistaates. Der demografische Wandel in Sachsen bedeutet eine zentrale Herausforderung für den Ausbildungsmarkt der Zukunft. Durch immer stärker expandierende Unternehmen, ist der Fachkräftemangel ein Problem, dem es entgegenzuwirken gilt. Durch die Initiative werden regionale und sachsenweite Maßnahmen für Fachkräftesicherung unterstützt.

Das projekt Joblinge begleitet schon seit mehreren Jahren junge Erwachsene in der Ausbildung. Bereits im April startete ein Pilot-Projekt des Joblinge-Kompasses in München zur Arbeitsmarktintegration von jungen Geflüchteten. Das Motto der der Inititative lautet Hilfe zur Selbsthilfe

Die Förderung des Freistaats bezieht sich aber nicht nur auf Projekte zur Integration von jungen Migranten in den Arbeitsmarkt. Den Landkreisen und Städten steht 2016 ein Budget von 4,4 Millionen Euro zur Verfügung. Auf die Unterstützung des Projektes Joblinge in Leipzig sollen in Zukunft in ganz Sachsen weitere folgen. Ziel ist es schließlich ganz Sachsen fit für den Arbeitsmarkt der Zukunft zu machen.