Forscher arbeiten an Impfung gegen Typ-1 Diabetes

Dresden – Typ-1 Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung, die auch in Sachsen gerade bei Kleinkindern immer mehr zunimmt. Eine europaweit einmalige Erhebung soll die Chancen für Diabetes Früherkennung bei Kindern erhöhen. Meine Kollegin Natascha Hofmann hat nachgefragt.

Als Vorreiter in Europa ist Sachsen Ausgangspunkt für eine internationale Typ-1-Diabetes-Früherkennungsuntersuchung bei Neugeborenen. Diabetes Typ 1 ist die häufigste Stoffwechselerkrankung bei Kindern und Jugendlichen und wird nach wie vor meist sehr spät festgestellt. Mit der „Freder1k-Studie in Sachsen“ soll das Diabetes-Risiko bereits bei Neugeborenen erkannt werden.

Unter Typ-1-Diabates versteht man die Form der Zuckerkrankheit, bei der schon früh die körpereigene Insulinherstellung verloren geht und durch Spritzen ersetzt werden muss. Etwa 30 von 1000 Kindern haben Risiko-Gene und allein in Sachsen werden jedes Jahr etwa 250 neuerkrankte Kinder verzeichnet.

Nach wie vor ist die Krankheit nicht heilbar, sondern nur sehr gut therapierbar. Doch das soll sich ändern. Die Forscher haben die Vision auf lange Sicht eine Impfung zu entwickeln, die das Ausbrechen der Krankheit verhindern soll. Doch wie geht es weiter, wenn ein erhöhtes Risiko bei einem Kind festgestellt wurde?

Finanziert wird die Studie von einer amerikanischen Stiftung, welche rund 1 Million Euro aufbringt. Sachsens Wissenschaftsministerin hat die Schirmherrschaft für die Freder1k-Studie übernommen. Studienpate Gerhard Schöne widmete den Kindern ein Lied. Die Früherkennungsuntersuchung ist kostenlos und soll vorerst allen Kindern in Sachsen zur Verfügung stehen. Neben anderen Bundesländern laufen auch bereits die Gespräche mit England und Schweden zur Verbreitung der Studie.

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