Frank hat einen Chip im Auge

Dresden – Frank Herrmann bei einem Sehtest in der Augenklinik des Krankenhauses Dresden Friedrichstadt.

Eine Erbkrankheit ließ den Sachsen vor 10 Jahren erblinden.

Der 54-Jährige hat hier im März dieses Jahres einen Chip ins Auge implantiert bekommen, durch den er ansatzweise wieder erfahren hat, was es heißt zu sehen.

Dr. Helmut Sachs hat den Chip in das Auge von Frank Herrmann eingesetzt. Seit drei Jahren wird diese Operation in Dresden durchgeführt. Das Verfahren dieser Implantation hat er mitentwickelt.

Auf dem Chip selbst sind 1500 Pixel. Diese reichen aus, um ein Bild entstehen zu lassen.
Das Implantat kostet 100.000 Euro. Die Kosten für die Operation hat bisher die Forschung übernommen. Künftig werden aber die Krankenkassen ihren Teil zusteuern. Die Verhandlungen dazu laufen.

Ein solches Chip-Implantat ist jedoch nicht für jeden blinden Patienten geeignet.

Bei Frank Herrmann hat es funktioniert, dennoch ist er nicht 100 prozentig zufrieden mit dem Ergebnis. Dennoch hat er die Hoffnung nicht aufgegeben, dass durch Training seine Augen wieder deutlicher Gegenstände wahrnehmen können.