Freistaat investiert in Energiewende

Chemnitz – Erneuerbare Energien werden in Zukunft immer wichtiger, denn die fossilen Brennstoffe werden früher oder später zur Neige gehen. Auch der Freistaat Sachsen investiert in die Zukunft und fördert ein bisher einmaliges Projekt in Chemnitz.

Fördermittel von über einer Million Euro sind am Donnerstag vom Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr an den Energieversorger eins in Chemnitz übergeben worden.

Dieser wird den bislang größten Batteriespeicher in Sachsen mit einer Leistung von 10 Megawatt errichten.

Die Kapazität entspricht ungefähr drei Millionen R6/AAA-Baterien oder 17.000 Autobatterien.

Batteriespeicher sind eine Möglichkeit, Netzschwankungen zwischen Stromerzeugung und Stromverbrauch auszugleichen.

In Zeiten mit viel Wind und Sonne können die Speicher den erzeugten Strom aufnehmen und diesen bei Windstille oder bedecktem Himmel wieder in das Netz einspeisen.

Zudem spart der Stromspeicher auch noch jährlich rund 46.000 Tonnen CO2 ein, die sonst in einem konventionellen Kraftwerk anfallen würden.

Der Bau der Anlage stellt den Energieversorger allerdings vor ein enormes geschäftliches Risiko.

Die am Dammweg in Chemnitz geplante Anlage soll Anfang 2017 fertiggestellt sein.

Der Energieversorger will dann zunächst für zwei Jahre die Marktentwicklung beobachten.

Erst dann soll über den Bau weiterer Batteriespeicher entschieden werden.

Staatssekretär Stefan Brangs ist aber optimistisch, dass das ehrgeizige Projekt Erfolg haben wird.

Insgesamt werden für das Bauvorhaben rund 10 Millionen Euro investiert.