Ganz Dresden ist Sperrbezirk

Dresden – Am 19. Januar wurden in der Landeshauptstadt bei verendet aufgefundenen Wildvögeln wieder drei Ausbrüche festgestellt. Die letzten positiven Befunde des Geflügelpestvirus H5N8 bestätigte das Friedrich-Löffler-Institut (FLI, nationales Referenzlabor) am 27. Januar. Weitere tot aufgefundene Wildvögel, bei denen der Verdacht auf aviäre Influenza besteht, befinden sich aktuell zur Untersuchung beim Friedrich-Löffler-Institut zur Bestätigung des Befundes.

Den Vorgaben der Geflügelpestverordnung folgend, war es notwendig, die Seuchenlage neu zu bewerten und das gesamte Stadtgebiet der Landeshauptstadt Dresden als Sperrbezirk auszuweisen. Das Beobachtungsgebiet erstreckt sich nun auf Gebiete außerhalb Dresdens. In diesen Gebieten wurden per Allgemeinverfügungen tierseuchenrechtliche Maßnahmen angeordnet, die aktuellen Fakten für die Gebiete der Stadt Dresden stehen im Internet unter www.dresden.de/gefluegelpest.

Das Lebensmittel- und Veterinäramt weist alle Einwohnerinnen und Einwohner sowie die Gäste der Stadt darauf hin, dass ein Freilaufverbot im gesamten Stadtgebiet für alle Katzen und Hunde gilt. Dies betrifft auch die alle städtischen Freilaufflächen wie zum Beispiel die Elbwiesen. Gerade dort sind Fundorte der HPAI-positiven Vögel, die oft eine hohe Viruslast aufweisen und deren Körper zum Teil bereits von Raubtieren, sowie Greifvögeln und Krähen eröffnet wurden. So muss auch mit einer Umweltkontamination gerechnet werden. Folglich gilt es, den Kontakt von Hunden und Katzen mit diesen verendeten Vögeln zu verhindern und damit der Virusverschleppung bis in Geflügelhaltungen Einhalt zu gebieten.

Das Geschehen der aviären Influenza bei Wildvögeln hält seit November in Deutschland unvermindert an. Die Fälle bei Wildvögeln und Ausbrüche bei Geflügel sowie in zoologischen Einrichtungen nehmen ein nie zuvor gekanntes Ausmaß an. So gab es 2016 insgesamt 624 Seuchenausbrüche des Virustyps H5N8 (Hochpathogene Aviäre Influenza). 2017 sind es bereits 111 Fälle. Die räumliche Ausbreitung erfolgt mit großer Dynamik. Auffallend ist die hohe Todesrate bei Wildvögeln, die bisher als eher symptomlose Virusträger galten.

Quelle: Sächsische Landeshauptstadt Dresden