Gastfamilien für RBL Jungspieler gesucht

Leipzig – U16 Spieler des RB Leipzig können noch nicht ins Internat und werden deshalb in Gastfamilien untergebracht. Diese sollen die Gewöhnung an das neue Umfeld erleichtern.

Trainingseinheit der U15 von RB Leipzig. Passstaffetten, Hütchenspiele, Taktische Anweisungen. Mittendrin: Der 14-jährige Paul Meseberg. Zu dieser Saison wechselte das Abwehr-Talent von Kiel nach Leipzig. Da das Internat am Cottaweg jedoch erst ab der Altersklasse U16 offen steht, sucht RB immer wieder Gastfamilien für Jungspieler, die von außerhalb kommen. So auch im Fall von Paul, der seit diesem Sommer ein Zimmer bei seiner fünfköpfigen Gastfamilie in der Südvorstadt bewohnt. Sein Alltag wird nun von Schule und Training dominiert.

Ehe es soweit kommt, wird in einem Auswahlprozess geschaut, ob Spieler und Familie zusammenpassen. Passen die formalen Rahmenbedingungen mit dem Alltag eines Nachwuchskickers zusammen, kommt es zu einem ersten Kennenlernen. Auf einen engen Draht zwischen den Eltern wird viel Wert gelegt: Nicht nur mit anderen RB-Gasteltern stehen die Pohlers in Kontakt, auch der Austausch mit Pauls leiblichen Eltern ist für Gastmutter Sandra wichtig. Auch der Kontakt zwischen dem 9-jährigen Jaron und seinem großen Gastbruder Paul ist eng. Der Liebe zum Trittleder, Tischkicker- oder FIFA-Partien teilen sie mittlerweile genauso wie ihren Frisör. Nur die Vereinszugehörigkeit bleibt unvereinbar – Paul drückt neben RB den Bayern die Daumen, Jaron dem BVB. Die Gastpatenschaft für RB ist für Sandra Pohler empfehlenswert – mit einer Einschränkung.

Die Nestwärme einer Gastfamilie erleichtert Jungspielern wie Paul Meseberg sicher die Gewöhnung an das neue Umfeld in Leipzig. Ab nächster Saison wartet dann im Internat die RB-Familie auf ihn.