Gefahrguteinsatz in Eibenstock aufgrund Uranfund

Eibenstock – Drei Pilzsammler (2 x 28, 29) fanden am Mittwoch in einem Carlsfelder Waldgebiet nahe der Straße Wilzschmühle einen roten Plastikbehälter. In diesem befand sich ein weiterer Behälter, vermutlich aus Blei, mit dem Aufdruck „Uran“.

Die Pilzsammler zeigten den Behälter einem Forstarbeiter (29). Zusammen brachte man den Behälter gegen 16.15 Uhr mit einem Pkw zum Polizeistandort Eibenstock in die Schönheider Straße. Polizeibeamte alarmierten umgehend die Feuerwehr. Zirka 50 Kameraden umliegender Wehren rückten daraufhin zum Gefahrguteinsatz an und sperrten den Bereich ab.

Durchgeführte Messungen der Feuerwehr ergaben, dass von dem Behälter Strahlung ausgeht, deren Konzentration nach erster Einschätzung jedoch nicht gesundheitsschädlich ist. Vorsorglich wurden die vier Männer, welche ungeschützt Kontakt mit dem Behälter hatten, von Rettungskräften vor Ort versorgt.

Der Behälter wurde im Polizeistandort sichergestellt und soll heute im Laufe des Tages durch eine Spezialfirma abgeholt und letztlich entsorgt werden. Ob es sich tatsächlich um Uran handelt, muss untersucht werden.

Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts des unerlaubten Umgangs mit radioaktiven Stoffen und anderen gefährlichen Stoffen und Gütern.