Gegen das Vergessen – Juden im bürgerlichen Musikleben

Chemnitz – „Gegen das Vergessen“ – diese Veranstaltungsreihe zum Volkstrauertag – widmet der Chemnitzer Musikverein seinen jüdischen Mitbürgern und ihrer Geschichte.

 

In diesem Jahr wird sich die Leipziger Autorin Sabine Knopf dem bürgerlichen Musikleben Leipzigs im 19. und 20. Jahrhundert zuwenden. Unter den jüdischen Künstlern gab es in der Leipziger Musikgeschichte bedeutende Komponisten, Dirigenten, Instrumentalisten und Sänger, Solisten von Weltrang sowie Chordirigenten in Synagogen. Zu ihren wichtigsten Vertretern gehörten Felix Mendelssohn Bartholdy, Gustav Mahler, Ferdinand David, Salomon Jadassohn, Ignaz Moscheles, Joseph Joachim, Carl Davidow, Erwin Schulhoff und Hanns Eisler. – Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten erhielten viele der damals lebenden Künstler Berufsverbot und wurden nur noch im Jüdischen Kulturbund beschäftigt, viele von ihnen trieb es in die Emigration, um der Deportation zu entfliehen, viele starben in den Konzentrationslagern.

Musikalisch wird die Veranstaltung durch Andreas Winkler (Violine) und Esther Lingath (Klavier) bereichert. Sie spielen Sätze aus Werken von Ferdinand David („Barcarole“ aus
5 Salonstücke, op. 28), Erwin Schulhoff („Burlesca“ aus der Sonate Nr. 2 für Violine und Klavier) und Hanns Eisler (2. Satz: „Allegretto“ aus der „Reisesonate“).

Termin: 13.11.2016, 11.00 Uhr

Neue Sächsische Galerie im TIETZ, Moritzstraße 20 in Chemnitz

Der Eintritt beträgt 5 Euro.

Gefördert durch die Stadt Chemnitz.

(Quelle: Chemnitzer Musikverein)