Geniale Dresdner Erfindung soll Weltklima retten

Dresden – Besonders in Großstädten ist Luftverschmutzung ein großes Problem für die Umwelt und Gesundheit. Doch oft fehlt den Städten der Platz und das Geld zum Bau neuer Parkanlagen. Ein Dresdner Start-Up-Unternehmen hat deshalb eine spezielle Parkbank entwickelt, die dem Feinstaub den Kampf ansagt:

Eine Parkbank als Luftverschmutzungsbekämpfer klingt zunächst sehr ungewöhnlich. Doch diese Parkbank hat es in sich. Ihre Lehne ist vier Meter hoch, dicht mit Moos bewachsen und soll die Feinstaub-Bindung von 275 Bäumen leisten. 

Die Idee zu den sogenannten CityTrees kam den vier Dresdner Erfindern durch eigene Erfahrungen im Ausland, wo die grünen Wände mit Vertikalfassadenbegrünung an heißen, stickigen Sommertagen für merkliche Luftkühlung und -verbesserung sorgten.

Die Pflanzen sind unglaublich leistungsstark. Durch eine spezielle Kombination aus Moosen und Flechten kann jeder einzelne City Tree die Abgase von bis zu 420 PKW amortisieren. Durch einen integrierten Wassertank, sensorgesteuerte Bewässerung und eine Solaranlage oberhalb der Parkbank, kann der City Tree ohne jegliche Zusatzarbeit funktionieren.

Für den Bau der futuristischen Parkbänke nutzt das Start-Up-Unternehmen zur Zeit Räumlichkeiten der Gründungsschmiede der HTW Dresden. In einer kleinen Werkstatt schneiden, löten und tüfteln die Dresdner an den nächsten City Trees. Ob sie damit von Dresden aus die Welt retten können wird sich zeigen.

CIO Green City Solutions hat die Vision, weltweit die Luft zu verbessern und damit auch Menschenleben zu retten. Laut LIANG WU von CIO Green City Solutions ist der erste Schritt getan: „Wir haben in diesem Monat den ersten City Tree in Hongkong aufgestellt und das sehen wir als Eingangspforte in den asiatischen Markt und gerade in Indien und China ist die Luftverschmutzung ja so schlimm, dass es jährlich Millionen von Menschen betrifft.“

Bevor die Dresdner den Asiatischen Markt erobern können, wird der City Tree in Dresden zu bestaunen sein. Ab dem 2. Juli werden mehrere Bänke im Rahmen einer Wissenschaftsausstellung auf dem Dresdner Neumarkt aufgestellt.