Große Pläne für ehemaliges Bahnhofsareal Altendorf

Chemnitz – Die riesige Brachfläche des ehemaligen Güterbahnhofs Chemnitz-Altendorf soll nach Jahren der Verwahrlosung aus dem Dornröschenschlaf geweckt werden.

Über zehn Hektar erstreckt sich das alte Bahngelände, das sich noch immer im Besitz der Deutschen Bahn AG befindet.

Bereits vor zwei Jahren wurde die Entwicklung dieses vernachlässigten Bereichs durch den Planungs-, Bau- und Umweltausschuss angeschoben. Nach gemeinsamen Gesprächen mit der Deutschen Bahn, sowie dem Quartiersmanagement und der Bürgerplattform Mitte-West, wurden Ideen entwickelt, die in einen Rahmenplan geflossen sind.

Dabei wurde nicht nur das Bahnhofsareal allein, sondern ein insgesamt 22 Hektar großes Gebiet betrachtet. Dieses erstreckt sich von der Beyerstraße und der Paul Jäkel-Straße, die Limbacher Straße entlang bis zur Rudolf-Krahl-Straße. Zwar will man dabei auch neuen Siedlungsraum erschließen, dennoch soll der naturnahe Charakter des Gebietes erhalten bleiben.

 

Nahe des alten Güterbahnhofs wurden bereits einige Eigenheime errichtet – weitere könnten mittel- und langfristig folgen. Laut Rahmenplan sollen zunächst strategische Schlüsselprojekte auf den Weg gebracht werden. Dann, so hofft man, würde sich eine Eigendynamik entwickeln, die auch positiv auf die nähere Umgebung ausstrahlen könnte.

Bis dahin stehen allerdings noch die Erschließung der Brachflächen und die Suche nach Investoren an.

Die Kosten für Verkehrserschließung mit Straßenbau und der Errichtung und Sanierung mehrerer Brücken, sowie die Renaturierung des Pleißenbachs werden auf rund 8 Millionen Euro geschätzt. Welche der Investitionen dabei in den Aufgabenbereich der Stadt Chemnitz fallen, muss noch geklärt werden.

In seiner Sitzung am 15. Juni wird der Chemnitzer Stadtrat über den Städtebaulichen Rahmenplan für das Bahnhofsareal Altendorf abstimmen.