Waffen und Steuerhinterziehung: Großrazzia in Leipzig

Leipzig - Das Landeskriminalamt und die Polizeidirektion Leipzig führten am Donnerstag einen Großeinsatz an zehn Orten rund um die Leipziger Innenstadt durch. Dabei ging es um Verstöße gegen das Waffengesetz und Steuerhinterziehung.

Seit den Mittagsstunden waren über 500 Polizeikräfte im Einsatz - unter anderem in der Eisenbahnstraße sowie der Karl-Liebknecht- und Kurt-Schumacher-Straße. 

Tom Bernhardt, Pressesprecher Landeskriminalamt Sachsen: "Grund des Einsatzes sind Verfahren der Staatsanwaltschaft Leipzig. Dabei geht es um Verstöße gegen das Waffengesetz und den Verdacht der Steuerhinterziehung. Im Zusammenhang mit den Verstößen gegen das Waffengesetz erfolgte unter anderem eine Durchsuchung des Clubhauses der United Tribuns. Dies steht aktuell nicht im Zusammenhang mit der Schießerei auf der Eisenbahnstraße."

Laut Landeskriminalamt gab es den begründeten Verdacht, dass Waffen und Munition nach Leipzig verbracht wurden. Medien berichteten ebenfalls, dass Augenzeugen auch Steuerfahnder vor Ort gesehen haben wollen, die Material aus Spielhallen gesichert hätten. Beim Einsatz habe der Betrieb von Gewinnspielautomaten eine Rolle gespielt, weitere Informationen unterliegen jedoch dem Steuergeheimnis, so der Pressesprecher des LKA.

 

© Sachsen Fernsehen
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Die Razzien in der ganzen Stadt verliefen größtenteils ruhig ohne nennenswerte Zwischenfälle. Durch den Großeinsatz waren unter anderem die Kurt-Schumacher-Straße sowie die Eisenbahnstraße und ihre Nebenstraßen voll gesperrt. Mittlerweile wurde der Verkehr überall wieder freigegeben.