Grüne kritisieren Verbote für Straßenmusiker

Leipzig – Die von der Stadtverwaltung geplanten neuen Verordnungen zur Straßenmusik stoßen seitens der Leipziger Grünen auf Kritik. Die Änderungen sehen unter anderem regelmäßige Standortwechsel und Lautstärkebegrenzungen für städtische Musikanten vor.

Laut der Fraktionsvorsitzenden Katharina Krefft reichen die bestehenden Regeln bereits aus, wenn diese kontrolliert und umgesetzt werden. Das angedachte Verbot von Straßenmusik ab 20 Uhr sei nicht nachvollziehbar, da die vorherige Regelung diese ab 22 Uhr bereits untersagt. Zudem sei es wichtiger, einen Dialog zwischen Musikanten und Gewerbetreibenden zu stiften, statt zu verordnen und zu verbieten.

Anlass für die geplante Novellierung der Verordnung waren Bestrebungen der Stadt den Missbrauch von Kindern als Bettler und Scheinmusiker einzudämmen, doch auch Straßenmusiker sind davon betroffen.

In der Ratsversammlung vom 21. September sollte über die Änderungen entschieden werden. Der Entschluss wurde auf kommenden Mittwoch, 26. Oktober, vertagt.