Grundstein für Offenen Vollzug

Chemnitz – An der Justizvollzugsanstalt Chemnitz ist am Mittwochnachmittag der Grundstein für ein neues Gebäude gelegt worden.

In diesem Gebäude sollen zukünftig 95 Haftplätze für Frauen, Männer und Müttern mit Kindern im Offenen Vollzug entstehen.

Zur Grundsteinlegung war auch Sachsens Justizminister Sebastian Gemkow anwesend. Er hob die Bedeutung des Offenen Vollzugs, bei dem Gefangene die Haftanstalt unter strengen Regeln verlassen und darin zurückkehren können, für das Justizsystem hervor.

In dem Neubau werden zuküftig als nicht gefährlich eingestufte Straftäterinnen und -täter untergebracht. Dazu gehören unter anderem solche, die eine Haft anstelle einer Geldbuße absitzen, sowie kurz vor der Entlassung stehende Häftlinge.

Der Neubau war nötig geworden, da im Jahr 2013 der Offene Vollzug in der Altendorfer Straße in Chemnitz untersagt wurde, da er sich in einem Wohngebiet befand.

Die Leiterin der JVA Chemnitz, Eike König-Bender, begrüßte die Entscheidung für die Baumaßnahme. Dadurch würde auch die angespannte Belegungssituation entschärft.

Ende des kommenden Jahres sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein – Anfang 2018 soll der Offene Vollzug seinen Betrieb aufnehmen. Der Freistaat Sachsen investiert insgesamt rund 9 Millionen Euro.