Hausdurchsuchung wegen Hass-Postings auch in Chemnitz

Chemnitz – Im Zuge einer bundesweit koordinierten Aktion gegen Hasskommentare hat es am Mittwoch auch in Chemnitz eine Hausdurchsuchung gegeben.

Wie das sächsische Innenministerium mitteilt, richteten sich die Maßnahmen gegen eine Facebook-Gruppe namens „Groß Deutschland“, die in dem sozialen Netzwerk unter anderem gegen Migranten, Asylhelfer und Politiker hetzte und zur Gewalt aufrief.

Bei den Durchsuchungen wurden Smartphones, PCs sowie Speichermedien sichergestellt. Insgesamt ermitteln die Behörden im Freistaat gegen acht Personen im Alter von 22 und 46 Jahren im Freistaat wegen Volksverhetzung und der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Neben einem Chemnitzer sind auch Personen in Ostsachsen und im Vogtland betroffen.

Deutschlandweit wurden am Mittwoch laut Bundeskriminalamt in vierzehn Bundesländern die Wohnungen von rund 60 Beschuldigten durchsucht.