Haushalts-Klischee: Frauen noch immer am meisten am Kochtopf

Dresden – Die typischen Arbeiten einer Frau. Sie haben sich seit Jahrzehnten nicht geändert. Nur eines ist heutzutage anders: die Männer mischen mehr mit in Sachen Haushalt und Kindererziehung. Das zumindest glauben viele Menschen. Aber das Klischee von vor über 60 Jahren scheint heute noch immer zu gelten: Die Männer kümmern sich um den Job – die Frauen um Haushalt und Kind.

Gehen wir davon aus, wir blicken in einen Haushalt eines Paares mit Kindern. Das Paar ist zwischen 30 und 44 Jahre alt. Dann kümmern sich lt. Dem Statistischen Bundesamt die Männer mit drei Stunden und zwei Minuten um Haushalt und Familienbetreuung. Die Frauen in dieser Altersklasse nehmen sich dagegen fünf Stunden und 52 Minuten Zeit dafür. Das ganze dreht sich bei der Ausübung des Jobs um. Hier gehen Männer fünf Stunden und 29 Minuten einer Erwerbstätigkeit nach. Frauen dagegen nur zwei Stunden und 27 Minuten.

Noch detaillierter aufgeschlüsselt, verhält sich die Verteilung der Aufgaben im Haushalt so:

Für die Zubereitung von zum Beispiel Mahlzeiten und der Hausarbeit in der Küche verwenden Frauen eine Stunde und 55 Minuten, Männer brauchen dagegen nur 23 Minuten dafür.

Beim Bauen und bei handwerklichen Tätigkeiten sind wiederum die Männer gefragt. Während Frauen mit rund drei Minuten diesen Tätigkeiten nachgehen, nehmen sich Männer rund 12 Minuten am Tag dafür Zeit.

Und bei der Betreuung von Kindern im Haushalt haben die Frauen wieder die Nase vorn. Sie beschäftigen sich im Schnitt am Tag eine Stunde und 42 Minuten mit dem Nachwuchs, Männer dagegen nur etwa 52 Minuten.

Doch gilt diese deutschlandweite Statistik auch für Sachsen? Ich habe mich auf der Straße mal umgehört.

Ja, liebe Sachsen. Wir scheinen doch sehr hilfsbereite Männer im Freistaat zu haben. Und das ist auch gut so.

Deshalb mein Appell an die Männerwelt: Unterstützt weiterhin eure Frauen oder Freundin. Sie werden es euch danken.