Hier leben Dresdens glückliche „Bio“-Kühe

 Dresden – Das Vorwerk Podemus am Dresdner Stadtrand hat einen Tierschutzpreis des Landes Sachsen erhalten. Der Biohof belegte beim Landeswettbewerb „Tiergerechte und umweltverträgliche Haltung“ den ersten Platz in der Kategorie Ökobetriebe.

Inhaber Bernhard Probst lässt seine Kühe so lange wie möglich im Jahr auf der Weide, sie fressen Gras und Kräuter. Er will den Tieren so ein artgerechtes Leben bieten. Kühe auf der Weide- das ist in Sachsen mittlerweile selten geworden. 96 Prozent der Milchkühe in Sachsen stehen ganzjährig im Stall, so Probst. Nicht so in Podemus. Idyllisch ist der Blick auf die Herde, die unter Obstbäumen mit Blick auf Dresden grast. Positiver Nebeneffekt ist übrigens, dass es so auf der Streuobstwiese keine Wühlmäuse gibt.

Heute sind Bioprodukte in aller Munde. Doch lange vor diesem Trend, bereits 1991, entschied sich Inhaber Bernhard Probst für den organischen Landbau. „Das war purer Idealismus. Ich war einfach ein Ökofuzzi“, erinnert sich Probst mit einem Schmunzeln. „Am Anfang wäre die Akzeptanz für ein buddhistisches Bildungszentrum auf dem Dorf größer gewesen, als für einen Ökobauern“, sagt er über die Anfangsjahre, die nicht immer einfach waren. Doch er hat seine Erfahrungen gesammelt und ist inzwischen Arbeitgeber für über 150 Mitarbeiter. Bio-Lebensmittel sind gefragt.

Von der aktuellen Milchpreiskrise ist er als Biobauer nicht betroffen. Die Preise für Biomilch seien „sehr auskömmlich“.