Hier wird Radioaktivität in Sachsen gemessen

Dresden/Radebeul – Seit 2012 sitzen weite Teile der Staatlichen Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft im Radebeuler Ortsteil Wahnsdorf. Auf historischen Areal wurde 1916 die Landeswetterwarte gegründet. Luft, Wasser, Wetter und sogar Radioaktivität werden hier gemessen und überwacht.

Natürliche Radioaktivität ist nicht spürbar. Und doch ist sie überall: Im Spitzkohl, Blumenkohl und sogar Menschen sind gewissermaßen natürlich radioaktiv.  Regelmäßig nimmt die Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft Proben, um Radioaktivität bei Lebensmitteln, Wasser und Boden zu messen. Caesium-137 und Kobalt-60 behalten die Wissenschaftler ganz besonders im Auge. Diese Nuklide wären Anzeichen für einen kerntechnischen Unfall. Im Erzgebirge sind es vor allem die radioaktiven Isotope von Radon, die in Folge des Erzabbaus kontrolliert werden.

Diese und weitere spannende Einblicke in die Arbeit des BFUL mit Wasser, Luft und Wetter, gab es für die Besucher des Tags der offenen Tür auf dem ehemaligen Areal der Landeswetterwarte.

Vor allem auf eine Aussicht hatten es viele Besucher besonders abgesehen: Den Blick auf Schloss Moritzburg, weite Teile des Dresdner Umlandes sowie die Silhouette der Dresdner Altstadt. Bei guter Sicht soll man von der 1915 erbauten ehemaligen Wetterwarte Wahnsdorf sogar bis in die Sächsische Schweiz schauen können. Diesen Ausblick können Wahnsdorfer und Dresdner bereits zum Tag des offenen Denkmals am 11. September wieder entdecken.

© Sachsen Fernsehen| Jonathan Wosch